AWK - Risiko

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AG „Risikowahrnehmung“

Von den „Risiken und Nebenwirkungen“ bis zur Debatte um Atomkraft, von den „Risikospielen“ bis hin zu Entscheidungen der Weltpolitik – der Begriff des Risikos ist heutzutage allgegenwärtig. Vielleicht leben wir, so die Diagnose des Soziologen Ulrich Beck, gar in einer „Risikogesellschaft“.

Was aber bedeutet „Risiko“? So vielfältig dieser Begriff in verschiedenen Disziplinen auch gebraucht wird, fallen doch Gemeinsamkeiten rasch ins Auge – Debatten um Risiko sind immer wieder verschränkt mit Debatten um Objektivität und Subjektivität, um Wissen und Nicht-Wissen. Risiko ist in erster Linie das, was als Risiko wahrgenommen wird, es unterliegt Konjunkturen und Tabus, historischen und kulturellen Veränderungen.

Die Arbeitsgruppe setzt sich daher mit dem Thema der Risikowahrnehmung auseinander. Aus interdisziplinärer Perspektive werden zum einen verschiedene aktuelle Debatten um Risiken (etwa im Hinblick auf Impfungen, Fracking oder Gentechnik) untersucht, zum anderen soll die aktuelle Situation in eine historische Perspektive gerückt werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von Risiko(einschätzung) und Technologien – inwiefern gelten „neue“ Technologien als risikoträchtiger als altbekannte? Lässt technischer Fortschritt auf das Ende aller Risiken hoffen – oder wird er im Gegenteil vor allem als Produzent neuer, unwägbarer Gefahren angesehen?

Nicht zuletzt geht es uns auch um die Frage nach der Rolle von Wissenschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Wir wollen daher den Rahmen eines öffentlichen Symposiums nutzen, um die Frage nach Risikowahrnehmung anhand eines aktuellen Themas zu debattieren.

Mitglieder der Arbeitsgruppe Risikowahrnehmung

  • Christina Brauner
  • Fabian Dielmann (Sprecher)
  • John Kettler
  • Robert Kourist
  • Ute Scholl (Sprecherin)
  • Andrea Steinbicker