AWK - Forschungstag 2019

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Forschungstag des Jungen Kollegs: „KONTROLL|VER|LUST Herausforderungen und Chancen für Individuum, Technologie und Gesellschaft“ am 15. November 2019

v.l.n.r. Prof.’ in Barbara Schmidt-Haberkamp, Alexander Scheuch, Anne Friedrichs, Armin Zlomuzica, Akiko Ahrendt (Violine), Patrick Kurzeja, Stefanie Egidy, Moritz Schulze Darup, Kerstin U. Ludwig, Lennart Gilhaus, Susanne Mohr, Florian Zwißler (Keyboard), Prof. Jürgen Margraf

Besitz oder Verlust von Kontrolle bestimmen politische Debatten ebenso wie gesellschaftliche Kontroversen. Tatsächlich ist Kontrolle das zentrale Bindeglied zwischen Brennpunktthemen wie Klimawandel, Gentechnik, Big Data, autonomem Fahren, Sicherheit und Privatsphäre.

Kontrolle ist widerspruchsbehaftet: Auf individueller Ebene kann das Gefühl, sein Schicksal nicht selbst in der Hand zu haben, Stress und Depressionen auslösen. Andere suchen die lustvolle Aufgabe der Kontrolle im Zufall oder Rausch. Der technische Einsatz von Videoüberwachungen im öffentlichen Raum und verschärfte Grenzkontrollen markieren für einige den Wandel von einer Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft. Damit ringen auf gesellschaftlicher Ebene verschiedene Institutionen um die Ausweitung oder Restriktion der Handlungsfreiheit. Andere betonen, dass selbstfahrende Autos, Gesichtserkennungssoftware und algorithmischer Wertpapierhandel eine neue Epoche ein- läuten. Es bleibt abzuwarten, wie sich der flächendeckende Einsatz künstlicher Intelligenz für die Menschheit auswirkt.

Der Forschungstag 2019 lud zur interdisziplinären Auseinandersetzung mit diesem brisanten Themenkomplex ein. Kontrollverlust und die Lust an Kontrolle wurden vom Jungen Kolleg anhand von Schwerpunktthemen aus Genetik, Sprachwissenschaft, Ingenieurwesen und Rechtswissenschaft beleuchtet.

Die Vorträge:

In den eingeladenen Vorträgen analysierte Prof. Dr. Jürgen Margraf Kontrolle und Vertrauen aus psychologischer Sicht und Prof.‘in Dr. Barbara Schmidt-Haberkamp zeigte Kontrollmotive in der Gegenwartsliteratur auf.