AWK - Jung, Eva-Maria

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Dr. Eva-Maria Jung

Sprecherin des Jungen Kollegs

Eva-Maria Jung

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Philosophisches Seminar
Domplatz 6 | 48143 Münster
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„Philosophieren besteht darin, die gewohnte Richtung unserer Denkarbeit umzukehren.“
Henri Bergson

 

Vita
Eva-Maria Jung (Jahrgang 1979) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Philosophischen Seminar und Geschäftsführerin des Zentrums für Wissenschaftstheorie (ZfW) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie studierte Philosophie mit den Nebenfächern Mathematik und Physik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Università Roma Tré und der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach dem Magister-Abschluss 2005 war sie an der Universität Tübingen (2005 – 2006) und – nach einem Forschungsaufenthalt an der University of California in Berkeley im Jahr 2007 – an der Ruhr-Universität Bochum (2007– 2009) tätig. Im Sommer 2009 schloss sie ihre Promotion in Bochum ab. Während des Studiums und der Promotion wurde sie von der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Research School der Ruhr-Universität Bochum gefördert.

Forschung
Im Alltag und in den Wissenschaften reicht ein großer Teil unseres Wissens über das hinaus, was wir durch Sprache und Formeln ausdrücken können. Wir wissen, wie man Fahrrad fährt, einen Text interpretiert oder ein Messgerät bedient. In Lehrbüchern wird solches Wissen oft nur durch vage Regeln exemplifiziert, deren Kenntnis nicht garantiert, dass wir über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen. Diese Wissensformen, welche in Praxis und Erfahrung gründen, stehen im Zentrum der Forschung von Eva-Maria Jung. So widmet sich ihre Dissertation einer erkenntnistheoretischen Analyse praktischen Wissens, der zufolge ein solches Wissen nicht auf Tatsachenwissen reduzierbar ist. Darüber hinaus stellt sie die Bedeutung bildhafter Vorstellungen für Transformations- und Kommunikationsprozesse praktischen Wissens heraus. In ihrem Habilitationsprojekt, das einer systematischen Analyse des wissenschaftlichen Experiments gewidmet ist, steht die Wissenschaftspraxis im Vordergrund. Ziel ist es, eine Theorie des Experiments zu entwickeln, die der Vielfalt experimenteller Formen gerecht wird und sowohl hypothesen-überprüfende als auch schöpferisch-kreative Funktionen des Experiments berücksichtigt. Hierbei sollen neben klassischen Laborexperimenten insbesondere auch Gedanken- und Computerexperimente berücksichtigt werden. Neben erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Themen umfasst das Forschungsfeld von Eva-Maria Jung auch zentrale Fragestellungen der Philosophie des Geistes, insofern es den Versuch einschließt, die den praktischen Wissensformen zugrunde liegenden mentalen Zustände angemessen zu beschreiben.

Ausgewählte Publikationen

  • Eva-Maria Jung: Gewusst wie? Eine Analyse praktischen Wissens, Berlin/New York: de Gruyter 2012.
  • Eva-Maria Jung (Hg): Jenseits der Sprache. Interdisziplinäre Beiträge zur Wissenstheorie Michael Polanyis, Münster: Mentis 2014.
  • Eva-Maria Jung & Albert Newen: „Knowledge and Abilities. The Need for a New Understanding of Knowing How”, in: Phenomenology and the Cognitive Sciences 9, 2010, S. 113–131.

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