AWK - Michels, Christoph

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PD Dr. Christoph Michels

Christoph Michels

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen
Historisches Institut, Lehrstuhl Alte Geschichte
Theaterplatz | 52056 Aachen
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„Der wissenschaftliche Mann ist, weil friedfertig, auch nicht rechthaberisch. Ihm liegt mehr daran, belehrt zu werden, als recht zu haben.“
Ludwig Feuerbach

 

Vita
Christoph Michels (Jahrgang 1977) studierte ab 1998 Geschichte mit Schwerpunkt Alte Geschichte, Klassische Archäologie und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum (Magister Artium 2003 mit einer publizierten Arbeit zum Pergamonaltar). Im Rahmen des von der DFG geförderten Internationalen Graduiertenkollegs „Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert“ wurde er in einem Cotutelle-Verfahren an den Universitäten Innsbruck und Frankfurt/Main promoviert, wobei er seine Dissertation zur Interdependenz von Kulturtransfer und monarchischer Politik in der Epoche des Hellenismus schrieb. 2008 kehrte Michels nach Bochum zurück und war als PostDoc in einem Teilprojekt des Internationalen Kollegs „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ an der Ruhr-Universität Bochum angestellt, das sich mit „Veränderungen im west-phönizischen ̦Pantheon‘ unter dem Einfluss der Kulturkontakte mit Griechen und Etruskern sowie der Vorherrschaft Karthagos (im 6.–4. Jh.)“ auseinandersetzte. Wiederholt übernahm Michels Gastdozenturen an der Universität Innsbruck. Seit 2009 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Alte Geschichte des Historischen Instituts der RWTH Aachen.

Forschung
Die Schwerpunkte von Michels’ Forschung liegen zeitlich in der hellenistischen Epoche und der römischen Kaiserzeit. Thematisch beschäftigt er sich primär mit den sprachlichen und bildlichen Zeugnissen des antiken Diskurses über die Charakteristika legitimer Herrschaft sowie mit der Analyse von Kulturkontakten und Identitätskonstruktion. Unter Einfluss der ‚Innsbrucker Schule‘ hat er ebenfalls zu Herodot und der griechischen Archaik gearbeitet. In seiner Promotion behandelte er die Rahmenbedingungen von Kulturkontakten im hellenistischen Osten anhand der Fallbeispiele Bithynien, Pontos und Kappadokien. Gegen die traditionelle Deutung einer staatlich gelenkten „Hellenisierungspolitik“ wurden die Aktivitäten der Könige dieser Reiche als Teil eines spezifischen Repräsentationssystems interpretiert und die kulturellen Veränderungen auf wesentlich komplexere Prozesse zurückgeführt Seine in der Begutachtung befindliche Habilitationsschrift widmet sich der Regierungspraxis eines von der jüngeren Forschung wenig beachteten römischen Kaisers bzw. Princeps, Antoninus Pius (138–161 n. Chr.). Michels’ besonderes Interesse gilt dabei den Mechanismen des römischen Prinzipats, die in den letzten Jahrzehnten nicht zuletzt durch transepochale Vergleiche wesentlich erhellt worden sind, und ihren Rückwirkungen auf das Handeln der politischen Akteure.

Ausgewählte Publikationen

  • Michels, C., Freitag, K., (Hrsgg.), Athen und/oder Alexandreia? Aspekte von Identität und Ethnizität im hellenistischen Griechenland, Köln – Weimar – Wien 2014.
  • C. Michels: Überlegungen zur Ikonographie der Bronzemünzen Prusias’ I. und II. von Bithynien, in: A. Lichtenberger – K. Martin – H.-H. Nieswandt – D. Salzmann (Hrsgg.), BildWert. Nominalspezifische Kommunikationsstrategien in der Münzprägung hellenistischer Herrscher, Euros. Münstersche Studien zu Numismatik und Ikonographie 2, Bonn 2014, 225–246.
  • C. Michels: Usurpation und Prinzipatsordnung unter Antoninus Pius und Marc Aurel, in: Marc Aurel – Wege zu seiner Herrschaft, hrsg. von V. Grieb unter Mitarbeit von C. Koehn, Gutenberg 2016, 23–48.

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