AWK - Friedrichs, Anne

Übersprungnavigation

Navigation

Inhalt

Dr. Anne Friedrichs

Anne Friedrichs

Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
Universitätsstraße 25 | 33615 Bielefeld
Email schreiben

 

„Es gibt viele Dinge, die in ihrer Vollständigkeit, Tiefe und Innigkeit nur von uns erfaßt werden, wenn sie Gegenstand des Gespräches sind.“
Moritz Lazarus

 

Vita
Anne Friedrichs (Jahrgang 1979) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld. Sie studierte Kulturwissenschaften sowie Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Leipzig, ferner zeitweise Politikwissenschaft sowie Stadt- und Raumplanung an der Universität Lumière Lyon 2 und am Institut d’études politiques in Lyon. Nach Aufenthalten an der Universität Cambridge und am Institut d'histoire moderne et contemporaine in Paris wurde sie im Jahr 2010 mit einer Dissertationsschrift über die akademische Geschichtsschreibung in Großbritannien und Frankreich und deren Verhältnis zum Wandel der imperialen Nationalstaaten von 1919 bis 1968 promoviert. Das Buchmanuskript erhielt 2012 den Johannes Zilkens-Promotionspreis der Studienstiftung des deutschen Volkes. Nach Tätigkeit in der Hochschulleitung der Leuphana Universität Lüneburg und Aufenthalten u.a. am Deutschen Historischen Institut in Warschau und in Paris arbeitet Anne Friedrichs seit März 2015 an einer Habilitationsschrift über die polnisch-deutsche Migration im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Forschung
Im Zentrum der Forschung von Anne Friedrichs stehen Kulturkontakte, ihre Veränderungen und Wirkungen in der globalen Moderne. Deutschland ist nach dem neuesten OECD-Bericht weltweit das zweitbeliebteste Zielland von Migration. Der Blick auf das 19. und 20. Jahrhundert ermöglicht, die wechselvolle Geschichte der Migration nach Deutschland und die damit einhergehenden Austauschprozesse zu verstehen, zugleich aber auch vorherrschende Deutungsmuster zu reflektieren und im Hinblick auf vergessene Erfahrungen zu überdenken. In ihrer Habilitation wendet sie sich der frühen polnisch-deutschen Zuwanderung ins Ruhrgebiet als Fallbeispiel für das Zusammentreffen von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu. Die Arbeit zielt darauf ab, die sich wandelnden Beziehungen vor Ort jenseits von Konzepten wie „Integration“ zu erkunden sowie den Einfluss von Migration auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse auch für den Extremfall des Nationalsozialismus zu bestimmen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf den Rückkopplungen von Wissenschaft und Kolonialismus.

Ausgewählte Publikationen

  • Zwischen Nationalisierung und Universalisierung. Narrative und Funktionen der britischen und der französischen Geschichtswissenschaft im Vergleich, 1919–1939 (zum Druck durch die Herausgeber der Historischen Zeitschrift angenommen).
  • Migration und Vergesellschaftung jenseits des nationalen Paradigmas. Neue Perspektiven auf die Geschichte der Ruhrpolen, in: Jochen Oltmer (Hg.), Migrationsregime vor Ort – lokale Migrationsregime, Wiesbaden: Springer VS 2015 (im Druck).
  • Imperial History, in: Matthias Middell/ Lluis Roura y Aulinas (Hg.), Transnational Challenges to National History Writing, London – New York: Palgrave-Macmillan 2013, S. 164–201 (gemeinsam mit Mathias Mesenhöller).

nach oben