AWK - Scholl, Ute

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Jun.-Prof.‘in Dr. med. Ute Scholl

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsklinikum Düsseldorf
Experimentelle Nephrologie und Hypertensiologie
Moorenstr. 5 | 40225 Düsseldorf
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„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht.“
Albert Einstein

 

Vita
Ute Scholl (Jahrgang 1983) ist seit April 2014 Juniorprofessorin für Experimentelle Nephrologie und Hypertensiologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie studierte mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes Medizin an der RWTH Aachen (Staatsexamen und Approbation 2007). Ebenfalls an der RWTH Aachen promovierte sie 2008 (summa cum laude, Friedrich-Wilhelm-Preis der RWTH Aachen). Im Anschluss war sie annähernd fünf Jahre als Postdoktorandin und zeitweise Stipendiatin der DFG am Department of Genetics der Yale University (New Haven, CT, USA) tätig, unterbrochen von einer kurzen Zeit als Assistenzärztin in der Nephrologie des Universitätsklinikums Freiburg. Seit dem Jahr 2013 leitet sie mit Unterstützung des NRW-Rückkehrerprogramms eine Arbeitsgruppe in Düsseldorf. Mehrere ihrer Veröffentlichungen wurden mit Preisen ausgezeichnet, so dem NRW-Undergraduate Science Award, dem Walter-Clawiter-Preis, dem eLife Outstanding Article Award und dem Ingrid zu Solms-Preis für Medizin.

Forschung
In Deutschland leidet jeder zweite Erwachsene unter Bluthochdruck, dem führenden Risikofaktor für vorzeitige Todesfälle weltweit. Neben Umweltfaktoren wie Salzkonsum, Übergewicht, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Bluthochdruck. Ute Scholl erforscht erbliche Syndrome, die bereits im Kindesalter schweren Bluthochdruck verursachen. Mit ihren Kollegen konnte sie drei solcher Syndrome erstmals beschreiben und die ursächlichen genetischen Mutationen identifizieren. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeiten ist die Entstehung hormonproduzierender Tumore, die im Erwachsenenalter Bluthochdruck auslösen. Das neue Verfahren der Exomsequenzierung ermöglicht ihr, die Sequenzen aller für Proteine kodierenden Gene des Menschen zu entschlüsseln und so neue Mutationen zu identifizieren. Ein längerfristiges Ziel ihrer Arbeit ist es, neue Therapiestrategien gegen Bluthochdruck zu entwickeln, die an den entdeckten Signalwegen ansetzen.

Ausgewählte Publikationen

  • Scholl UI, Stölting G, Nelson-Williams C, Vichot AA, Choi M, Loring E, Prasad ML, Goh G, Carling T, Juhlin CC, Quack I, Rump LC, Thiel A, Lande M, Frazier BG, Rasoulpour M, Bowlin DL, Sethna CB, Trachtman H, Fahlke C, Lifton RP. Recurrent gain of function mutation in calcium channel CACNA1H causes early-onset hypertension with primary aldosteronism. Elife 2015;4.
  • Scholl UI, Goh G, Stölting G, de Oliveira RC, Choi M, Overton JD, Fonseca AL, Korah R, Starker LF, Kunstman JW, Prasad ML, Hartung EA, Mauras N, Benson MR, Brady T, Shapiro JR, Loring E, Nelson-Williams C, Libutti SK, Mane S, Hellman P, Westin G, Akerstrom G, Bjorklund P, Carling T, Fahlke C, Hidalgo P, Lifton RP. Somatic and germline CACNA1D calcium channel mutations in aldosterone-producing adenomas and primary aldostero- nism. Nat Genet 2013;45:1050-1054.
  • Scholl UI, Nelson-Williams C, Yue P, Grekin R, Wyatt RJ, Dillon MJ, Couch R, Hammer LK, Harley FL, Farhi A, Wang WH, Lifton RP. Hypertension with or without adrenal hyperplasia due to different inherited mutations in the potassium channel KCNJ5. Proc Natl Acad Sci USA 2012;109:2533-2538.

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