AWK - Dertwinkel-Kalt, Markus

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Dr. Markus Dertwinkel-Kalt

Markus Dertwinkel-Kalt

Universität zu Köln
Staatswissenschaftliches Seminar
Universitätsstraße 22a, SSC | 50931 Köln
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„Die einzige überzeugende Lehre ist die des Beispiels.“
Romain Rolland

Vita

Markus Dertwinkel-Kalt (Jahrgang 1987) studierte von 2006–2011 zunächst Mathematik mit Nebenfach Physik an der Heinrich-Heine- Universität (HHU) Düsseldorf. In dieser Zeit verbrachte er ein Auslandssemester an der ETH Zürich. Seine Masterarbeit in Topologie fertigte er 2010–2011 an der FU Berlin an, wo er zusätzlich das Studium der Volkswirtschaftslehre aufnahm. Nach seinem Masterabschluss in Mathematik (2011) studierte er an der HHU Philosophie (mit Nebenfach Germanistik). 2013 schloss er den Bachelor-Studiengang ab. Von 2011 bis 2015 promovierte er am Düsseldorf Institute of Competition Economics (DICE) in Volkswirtschaftslehre. In dieser Zeit forschte er als Gastdoktorand an der NHH Bergen, der CEU Budapest sowie am Royal Holloway College in London. Seit November 2015 lehrt und forscht er als Akademischer Rat auf Zeit an der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Verhaltens- sowie der Industrieökonomik. Weiterhin leitet er einen politischen Ortsverband und ist aktives Mitglied der Deutschen Dostojewski Gesellschaft.

Forschung

Mit dem Fortschreiten der Verhaltensökonomie finden immer mehr psychologische Theorien Eingang in die ökonomische Forschung. Eine dieser Theorien ist die sogenannte „Salienztheorie“, nach der ein salienter, d. h. besonders hervorstechender Reiz dem Bewusstsein leichter zugänglich ist als ein nicht-salienter Reiz. Meine Forschung widmet sich dieser Theorie in empirischen und theoretischen Arbeiten. Einerseits teste ich in verschiedenen kontrollierten Experimenten den Salienz-Mechanismus gegen konkurrierende verhaltensökonomische Theorien wie die bis dato vorherrschende Prospekttheorie und finde starke empirische Evidenz für Salienzeffekte. Andererseits wende ich die Salienztheorie auf Verbraucher- und Wettbewerbspolitik sowie weitere ökonomisch relevante Fragestellungen an. Beispielsweise zeige ich, dass gemäß der Salienztheorie Informationskampagnen, welche ungesunde Nahrungsmittel herabsetzen, einen größeren Effekt auf die Ernährungsweise von Konsumenten haben als Informationskampagnen, welche besonders gesunde Nahrungsmittel bewerben.

Ausgewählte Publikationen

  • Demand Shifts Due to Salience Effects: Experimental Evidence (with K. Köhler, M. Lange and T. Wenzel) forthcoming in Journal of the European Economic Association.
  • Exchange Asymmetries for Bads? Experimental Evidence (with K. Köhler) European Economic Review 82, 2016, 231–241.
  • Merger Remedies in Oligopoly under a Consumer Welfare Standard (with C. Wey) Journal of Law, Economics, & Organization 32 (1), 2016, 150–179.