AWK - Knapp, Lore

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Dr. Lore Knapp

Dr. Lore Knapp

Universität Bielefeld
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Universitätsstr. 25 | 33615 Bielefeld
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„Es ist nichts im Verstand, was nicht zuvor in den Sinnen war.“
Aristoteles / John Locke

Vita

Lore Knapp (Jahrgang 1983) ist seit 2014 Akademische Rätin a. Z. an der Universität Bielefeld. Sie studierte Neuere deutsche Literatur, Theaterwissenschaft und Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie Violoncello und Musikpädagogik an der Universität der Künste Berlin. Im Rahmen der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien promovierte sie über den Eingang des theologischen Denkens in literarische und performative Formen der Gegenwart sowie in die philosophische Beschreibung von Kunst. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Universität Cambridge wurde sie im Jahr 2013 an der FU Berlin promoviert. Im Anschluss war sie Honors Fellow der Dahlem Research School der FU Berlin, Gastdozentin an der Universität Basel und an der Chulalongkorn-Universität Bangkok sowie Stipendiatin der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Sie arbeitet an einer Habilitationsschrift über den britisch-deutschen Literaturtransfer im achtzehnten Jahrhundert.

Forschung

Im Zentrum der Forschung von Lore Knapp steht die Rezeption britischer Schriften in der deutschen Aufklärungsästhetik. Großbritannien entfaltete im achtzehnten Jahrhundert eine kulturelle Ausstrahlungskraft, die die meisten europäischen Länder ergriff und in Deutschland zu einer wahren Anglophilie führte. Wesentlich für die Ausbreitung des Englischen war das Erblühen der angelsächsischen Literatur. Besonders weitreichende Impulse gingen von den empiristischen Philosophen aus. Man rezensierte, las und übersetzte die Schriften von John Locke, David Hume und Henry Home. Die erkenntnistheorischen, sinnesphysiologischen, psychologischen und moralphilosophischen Ansätze spielen eine wichtige Rolle in der Romanproduktion, in den Netzwerken des Wissenstransfers und in der ästhetischen Theoriebildung der Aufklärungszeit. Ziel der Forschung von Lore Knapp ist es, die empiristische Ästhetik und Poetik auch für den deutschsprachigen Raum als Alternative zu großen autonomieästhetischen Entwürfen zu beschreiben.

Ausgewählte Publikationen

  • Formen des Kunstreligiösen. Peter Handke – Christoph Schlingensief, Paderborn: Fink, 2015.
  • Britisch-deutscher Literaturtransfer 1756–1832, hg. mit Eike Kronshage, Berlin: De Gruyter, 2016.
  • Christoph Schlingensiefs Blog. Multimediale Autofiktion im Künstlerblog, in: Narrative Genres im Internet. Theoretische Bezugsrahmen, Mediengattungstypologie und Funktionen, hg. v. Ansgar Nünning et al., Trier: Wissenschaftlicher Verlag, 2012, S. 117–132.