AWK - Ludwig, Kerstin

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Dr. Kerstin U. Ludwig

Dr. Kerstin U. Ludwig

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Humangenetik / Life & Brain Center /
Department of Genomics
Sigmund-Freud-Straße 25 | 53127 Bonn
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„Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.“
Johann Wolfgang von Goethe

Vita

Kerstin Ludwig (Jahrgang 1981) absolvierte zunächst ein naturwissenschaftliches Grundstudium an der TU Dresden, gefolgt von einem Hauptstudium an der ESBS in Strasbourg, Frankreich. Im Rahmen dieses Studiengangs „Molekulare Biotechnologie“ verbrachte Kerstin Ludwig längere Zeit im Ausland, u.a. in Uppsala (Schweden), Basel (Schweiz) sowie Toronto (Kanada), wo sie ihre Diplomarbeit im Bereich der Medizinischen Genetik anfertigte. Nach Abschluss des Studiums promovierte sie an der Universität Bonn zum Thema „Genetik der Dyslexie“, bevor sie im Bereich der Genetik angeborener Fehlbildungen ihren Post-Doc absolvierte. Zwischen 2013 und 2016 baute Kerstin Ludwig neben ihren Forschungsaufgaben die Next-Generation Sequencing Facility des Universitätsklinikums Bonn auf. Im Jahr 2016 wurde Kerstin Ludwig in das Emmy-Nöther-Nachwuchsprogramm der DFG aufgenommen und leitet jetzt am Institut für Humangenetik Bonn eine eigene Arbeitsgruppe der „Kraniofazialen Genomik“.

Forschung

Kerstin Ludwigs Forschungsgebiet der „kraniofazialen Genomik“ befasst sich mit den biologischen Prozessen der Gesichtsbildung beim Menschen. In bisherigen Arbeiten konnte sie eine Vielzahl von Regionen im menschlichen Genom identifizieren, in denen genetische Risikofaktoren für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, eine der häufigsten fazialen Fehlbildungen, liegen. Die Mehrzahl dieser Regionen liegt in nichtkodierenden Bereichen, deren biologische Funktion bislang unbekannt ist. Basierend auf den genetischen Befunden ist das Ziel ihrer zukünftigen Forschung, ein umfassendes Verständnis der molekularen Prozesse zu gewinnen, die der Ausprägung fazialer Strukturen in der Embryonalentwicklung zu Grunde liegen. Dies schließt auch die Aufklärung der Wechselwirkungen zwischen genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen ein. Neben der Erhebung experimenteller Daten kommen bioinformatische Ansätze sowie Strategien zur Integration verschiedener Ebenen von Omics-Daten zur Anwendung.

Ausgewählte Publikationen

  • Mangold E, Böhmer AC, Ishorst N, […], Ludwig KU: Sequencing the GRHL3 coding region reveals rare truncating mutations and a common susceptibility variant for nonsyndromic cleft palate. American Journal of Human Genetics 2016 Apr 7;98(4):755–62.
  • Ludwig KU, Ahmed ST, Böhmer AC, […], Peters H: Meta-analysis reveals genome-wide significance at 15q13 for nonsyndromic clefting of both the lip and the palate, and functional analyses implicate GREM1 as a plausible causative gene. PLoS Genetics 2016 Mar 11. 12(3):e1005914.
  • Ludwig KU, Mangold E, Herms S, […], Nöthen MM: Genome-wide metaanalyses of nonsyndromic cleft lip with or without cleft palate identify six new risk loci. Nature Genetics 2012: 44(9):968–71.