AWK - Mohr, Susanne

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Dr. Susanne Mohr

Dr. Susanne Mohr

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie
Regina-Pacis-Weg 5 | 53113 Bonn
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„Daher bin ich auch überzeugt, dass alle Bildung, die wir unter dem Volke zu verbreiten suchen, nur gedeihen wird, insofern wir sie nicht auf Bücher gründen, sondern eine lebendige Tradition hervorzurufen suchen.“
Friedrich Schleiermacher

Vita

Susanne Mohr (Jahrgang 1983) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie der Universität Bonn. Von 2003–2007 absolvierte sie ihr Studium der Englischen Sprach- und Literaturwissenschaft, sowie der Romanischen Sprachwissenschaft an der RWTH Aachen. 2008 wurde sie als Stipendiatin in die a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne aufgenommen und promovierte 2011 in Kooperation mit dem Centre for Deaf Studies des Trinity College Dublin zum Thema Mouth Actions in Irish Sign Language – Their System and Functions. Seit 2012 übernahm sie Lehrtätigkeiten an den Universitäten Köln, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Münster und Koblenz-Landau, bis sie 2013 ihre Stelle in Bonn antrat. Dort habilitiert sie zu Numerus und Zählbarkeit in afrikanischen Varietäten des Englischen. Dafür und für andere Forschungsprojekte führte sie Feldforschungen in Botswana, Südafrika, Tansania und Ghana durch, welche z. B. vom DAAD und der Fritz Thyssen Stiftung gefördert wurden.

Forschung

Susanne Mohrs Forschung befasst sich mit extremen Sprachkontaktsituationen, bedingt durch den außergewöhnlichen Multilingualismus des afrikanischen Kontinents und die Dominanz großer Sprachen gegenüber regionalen und Minderheitensprachen. Dies bezieht nicht nur Laut- sondern auch Gebärdensprachen mit ein. Sie widmet sich z. B. der Dokumentation und Analyse bedrohter Jagdregister bei ehemaligen Jäger- und Sammlergruppen im südlichen Afrika und der Frage nach deren Status als Gebärden- oder Gestensystem. Während in diesem Fall Sprachkontakt zwischen verschiedenen indigenen Sprachen im Vordergrund steht, konzentrieren sich andere Projekte auf das Englische als ehemalige Kolonialsprache. Aktuell arbeitet sie zum einen zu Einstellungen gegenüber dem Englischen versus indigenen Sprachen, sowie dem Einfluss muttersprachlicher Strukturen auf die Varietäten des Englischen verschiedener Länder Afrikas. Bildungs- und Sprachpolitik sind ebenfalls ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit.

Ausgewählte Publikationen

  • Mohr, S. 2016. From Accra to Nairobi: The use of pluralized mass nouns in East and West African postcolonial Englishes. In Schmidt-Brücken, D., S. Schuster & M. Wienberg (eds.) Aspects of (Post)Colonial Linguistics. Berlin: De Gruyter Mouton, 157–188.
  • Mohr, S. 2015. Tshaukak’ui – Hunting Signs of the Ts’ixa in Northern Botswana. In Bakken Jepsen, J., G. De Clerck, S. Lutalo-Kiingi & W. McGregor (eds.), Sign Languages of the World. A Comparative Handbook. Berlin: De Gruyter Mouton / Ishara, 936–954.
  • Mohr, S. 2014. Mouth Actions in Sign Languages. An Empirical Study of Irish Sign Language. Boston/Berlin: De Gruyter Mouton / Ishara.