AWK - Alberti, Andrea

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Dr. Andrea Alberti

Dr. Andrea Alberti

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Angewandte Physik
Wegelerstraße 8 | 53115 Bonn
alberti@iap.uni-bonn.de

 

„The fact that an opinion has been widely held is no evidence whatever that it is not utterly absurd. “
Bertrand Russell, Marriage and Morals (1929)

 

Forschung

Andrea Alberti arbeitet in der experimentellen Quantenphysik an der Entwicklung neuartiger Manipulationstechniken für die höchstpräzise Steuerung von einzelnen, individuell kontrollbaren Atomen, die von Laserstrahlen gehalten werden.

Seine Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie wir individuelle Atome für die Verarbeitung von Quanteninformation verwenden können. Dahinter steht die Vision, mit Hilfe von Quantenalgorithmen bestimmte Probleme, wie z. B. die Berechnung komplexer Moleküle für die Entwicklung neuer Medikamente, extrem viel effizienter als mit herkömmlichen Computern zu lösen.

Die Besonderheit seiner Vorgehensweise besteht darin, die Quanteninformation im Spin der Atome zu kodieren und einen spinabhängigen Transport der Atome in einem Gitter aus Laserlicht zu verwenden, um die Atome in eine Quantenüberlagerung getrennter Orte aufzuspalten und gezielt in Kontakt miteinander zu bringen. So kann Quanteninformation effizient „ausgetauscht“ und verarbeitet werden.

 

Vita

Andrea Alberti (Jahrgang 1982) habilitiert derzeit am Institut für Angewandte Physik der Universität Bonn, wo er als Projektleiter im Sonderforschungsbereich OSCAR (SFB/TR 185) in der experimentellen Quantenoptik forscht.

Er trat 2010 der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dieter Meschede an der Universität Bonn als Postdoktorand bei und erhielt 2011 ein Alexander von Humboldt-Forschungsstipendium.

Von 2011 bis 2014 wurde er als Leiter einer Nachwuchsforschergruppe vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. 2018 wurde er mit dem Rudolf-Kaiser-Preis ausgezeichnet.

Seine Ausbildung in Physik hat er 2001 als Stipendiat der Eliteuniversität Scuola Normale Superiore in Pisa, Italien, begonnen und im Jahr 2006 mit einer Masterarbeit am Laboratoire Kastler-Brossel der École Normale Supérieure in Paris abgeschlossen.

Unter der Betreuung von Prof. Dr. Guglielmo Tino hat er von 2007 bis 2010 am European Laboratory for Nonlinear Spectroscopy in Florenz mit einer Arbeit über Quantensensoren zur Messung der Schwerkraft promoviert.

2018 wurde ihm der Rudolf-Kaiser-Preis zur „Nachwuchsförderung für die Experimentalphysik“ verliehen.

Ausgewählte Publikationen

  • C. Robens, J. Zopes, W. Alt, S. Brakhane, D. Meschede, and A. Alberti, “Low-Entropy States of Neutral Atoms in Polarization-Synthesized Optical Lattices,” Phys. Rev. Lett. 118, 065302 (2017).
  • C. Robens, S. Brakhane, W. Alt, F. Kleißler, D. Meschede, G. Moon, G. Ramola, and A. Alberti, “High numerical aperture (NA = 092) objective lens for imaging and addressing of cold atoms,” Opt. Lett. 42, 1043 (2017).
  • C. Robens, W. Alt, D. Meschede, C. Emary, and A. Alberti, “Ideal Negative Measurements in Quantum Walks Disprove Theories Based on Classical Trajectories,” Phys. Rev. X 5, 011003 (2015).