AWK - Beck, Tobias

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Dr. Tobias Beck

Dr. Tobias Beck

RWTH Aachen University
Institut für Anorganische Chemie
Landoltweg 1a | 52056 Aachen
tobias.beck@ac.rwth-aachen.de


Wissenschaft besteht aus Fakten wie ein Haus aus Steinen, aber eine Anhäufung von Fakten ist genauso wenig Wissenschaft wie ein Haufen Steine ein Haus ist.
Henri Poincaré

 

Forschung

Die Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts.

Nanomaterialien besitzen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, z.B. in der Informationstechnologie, bei medizinischen Behandlungsmethoden, in der Umwelttechnik und bei chemischen Prozessen in der Industrie.

Tobias Beck hat eine Methode entwickelt, um neuartige Nanomaterialien aus Proteincontainern und Nanopartikeln herzustellen.

Die Nanopartikel als Bausteine können nun räumlich präzise angeordnet werden. So lassen sich Materialien mit neuen, in der Natur nicht bekannten, Eigenschaften herstellen.

Diese Metamaterialien mit ihren besonderen optischen oder elektrischen Eigenschaften können in der Informationstechnologie für die Konstruktion neuer opto-elektronischer Bauteile verwendet werden.

Da die Nanomaterialien aus einer Proteinmatrix bestehen, werden sie außerdem für biomedizinische Anwendungen eingesetzt werden, bei denen zum Beispiel die katalytische Funktion der Nanopartikel ausgenutzt wird.

 

Vita

Tobias Beck (Jahrgang 1981) ist Leiter einer unabhängigen Nachwuchsgruppe am Institut für Anorganische Chemie der RWTH Aachen University und wird durch ein Liebig-Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie gefördert.

Er studierte als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Chemie an der RWTH Aachen, der Universität Göttingen und der Monash University, Melbourne, Australien, und erlangte sein Diplom 2007.

Anschließend promovierte er als Promotionsstipendiat der Studienstiftung an der Universität Göttingen über Schwermetallverbindungen in der Proteinkristallographie.

Nach seinem Postdoc-Aufenthalt an der ETH Zürich als Marie-Curie-Stipendiat der Europäischen Kommission zum Thema Proteindesign wechselte er 2014 für eine Habilitation an die RWTH Aachen.

Seine Arbeiten wurden unter anderem mit dem Wissenschaftspreis 2017 des Industrieclubs Düsseldorf ausgezeichnet, der in Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste vergeben wird.

 

Ausgewählte Publikationen

  • “Binary protein crystals for the assembly of nanoparticle superlattices.” M. Künzle, T. Eckert, T. Beck, J. Am. Chem. Soc. 2016, 138, 12731–12734.

  • “Free-standing metal oxide nanoparticle superlattices constructed with engineered protein containers show in crystallo catalytic activity” M. Lach, M. Künzle, T. Beck, Chem. Eur. J. 2017, DOI: 10.1002/chem.201705061.

  • "Construction of Matryoshka-type structures from supercharged protein nanocages." T. Beck, S. Tetter, M. Künzle, D. Hilvert, Angew. Chem. Int. Ed, 2015, 54, 937–940.