AWK - Gilhaus, Lennart

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Dr. Lennart Gilhaus

Dr. Lennart Gilhaus

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Geschichtswissenschaft
Abt. für Alte Geschichte
Am Hof 1 e | 53113 Bonn
lgilhaus@uni-bonn.de

 

„Die Wissenschaft dagegen nötigt uns, den Glauben an einfache Kausalitäten gerade dort aufzugeben, wo alles so leicht begreiflich scheint und wir die Narren des Augenscheins sind.“
Friedrich Nietzsche

 

Vita

Lennart Gilhaus (Jahrgang 1986) ist Akademischer Rat auf Zeit in der Abteilung für Alte Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Er studierte von 2005-2010 Alte Geschichte, Mittelalterliche und Neuere Geschichte und Klassische Archäologie sowie Klassische Philologie, Germanistik und Politikwissenschaft an den Universitäten Bonn, Paris IV und Münster.

Im Anschluss an den Magister-Abschluss hatte er von 2010 bis 2017 eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Alte Geschichte an der Universität Bonn inne und war zudem von 2011 bis 2015 Mitglied im deutsch-französischen Graduiertenkolleg „Masse und Integration in antiken Gesellschaften“ der Universitäten Bonn, Straßburg und Bern.

Im April 2015 schloss er seine Promotion ab. Kürze Forschungs- und Lehraufenthalte führten ihn an die Universitäten Straßburg und Luxemburg.

Seit 2014 ist er außerdem Review-Editor für H-Soz-Kult.

 

Forschung

Kulturgeschichtliche Fragen stehen im Fokus der Forschungstätigkeiten von Lennart Gilhaus.

Einen ersten thematischen Schwerpunkt bilden die städtischen Gesellschaften im antiken Nordafrika.

Dabei beschäftigt er sich vor allem mit den sozialen Funktionen des Inschriftensetzens, insbesondere mit der Praxis der Statutenaufstellung, und analysiert die Zusammenhänge zwischen städtischer Entwicklung und epigraphischer Kultur im römischen Reich.

Daneben hat Gilhaus sein Augenmerk auf die Rolle physischer Gewalt in antiken Gesellschaften gelenkt und setzt sich mit Kriegsgewalt und den Diskursen um die Legitimität von Gewaltpraktiken in den Kriegen der Griechen der archaischen und klassischen Zeit auseinander.

Darüber hinaus hat er eine Übersetzung und Kommentierung der fragmentarisch erhaltenen Historiker der Zeit Alexanders des Großen vorgelegt.

 

Ausgewählte Publikationen

  • Statue und Status – Statuen als Repräsentationsmedien der städtischen Eliten im kaiserzeitlichen Nordafrika (Antiquitas III, Bd. 66), Bonn 2015.

  • Fragmente der Historiker: Die Alexanderhistoriker (FGrHist 117–153). Übersetzung und Kommentar (Bibliothek der Griechischen Literatur, Bd. 83), Stuttgart 2017.

  • Physische Gewalt in der griechisch-römischen Antike – Ein Forschungsbericht, in: H-Soz-Kult 13.07.2017, www.hsozkult.de/literaturereview/id/forschungsberichte-3014 (61 Seiten).