AWK - Kötter, Jan-Markus

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Dr. Jan-Markus Kötter

Dr. Jan-Markus Kötter

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Geschichtswissenschaften
Lehrstuhl für Alte Geschichte
Universitätsstraße 1 | 40225 Düsseldorf
Jan-Markus.Koetter@hhu.de

 

 

„Es muss an der Überzeugung gerüttelt werden, die Dinge seien ganz konsequent und fast schon natürlich so geworden, wie sie geworden sind. Stattdessen kann man aufzeigen, dass es auch immer anders sein konnte und sein kann.“

Achim Landwehr, „Fünf Fragen an Achim Landwehr“
(Interview mit dem Online-Magazin „Hundertvierzehn.de“, Sept. 2016)

 

Vita

Jan-Markus Kötter (Jahrgang 1983) arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte er von 2002 bis 2008 Geschichtswissenschaften und Ev. Theologie in Bielefeld, Uppsala und Bonn. Seine Promotion im Fach Alte Geschichte erfolgte 2011 im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Hier erhielt seine Dissertationsschrift „Zwischen Kaisern und Aposteln. Das Akakianische Schisma (484–519) als kirchlicher Ordnungskonflikt der Spätantike“ den Dissertationspreis des Stiftungsfonds Kopper. Im Anschluss ging Kötter nach Düsseldorf, wo er von 2012 bis 2017 im NRW-Akademieprojekt „Kleine und fragmentarische Historiker der Spätantike“ arbeitete und ab 2018 im DFG-Projekt (‚Eigene Stelle‘) „Scipio Aemilianus und die Strategien im Wettbewerb römischer Aristokraten“ seine Habilitation anfertigen wird.

Forschung

Schwerpunkte in Kötters Arbeit bilden die spätantike Kirchengeschichte, die Geschichte des weströmischen Reiches sowie die Geschichte der mittleren römischen Republik. Trotz der zeitlichen Spannbreite dieser Schwerpunkte (2. Jh. v. Chr. bis 6. Jh. n. Chr.) ist ihnen eine grundlegende Perspektive gemein: Im Fokus stehen Austrag, Verarbeitung und Folgen gesellschaftlicher Konflikte: Welche Handlungsperspektiven entwickelten historische Akteure angesichts der Herausforderungen ihrer Zeit, welche konnten sie aufgrund ggf. begrenzter Einsichten in strukturelle Handlungsvorgaben überhaupt entwickeln? Wie spiegeln sich diese Herausforderungen in den Quellen? Wie trägt das Handeln der Akteure – bewusst oder unbewusst – zur Veränderung der Rahmenbedingungen für neues Handeln bei? Bei der Beantwortung solcher Fragen nimmt Kötter Anregungen aus anderen Fächern auf und öffnet seine Ergebnisse durch eine historische Theoriebildung wiederum für den interdisziplinären Austausch.

 

Ausgewählte Publikationen

  • Zwischen Kaisern und Aposteln. Das Akakianische Schisma (484–519) als kirchlicher Ordnungs-konflikt der Spätantike (= Roma Æterna 2), Stuttgart 2013, zgl. Diss. Frankfurt am Main 2011.
  • Prosper von Aquitanien und Papst Leo der Große. Der Primat des Papstes im Spiegel einer zeitgenössischen Chronik, in: Römische Quartalschrift für Christliche Altertums¬kunde 111 (2016), 252–271.
  • Chronik des Hydatius / Fortführung der Spanischen Epitome (ediert, übersetzt u. kommentiert, zus. mit C. Scardino) (= Kleine und fragmentarische Historiker der Spätantike G 9-10), Paderborn 2018.