AWK - Grünberger, Alexander

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Jun.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Grünberger

Jun.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Grünberger

Universität Bielefeld 

Technische Fakultät | 33615 Bielefeld

Forschungszentrum Jülich GmbH
IBG-1: Biotechnologie | 52425 Jülich

alexander.gruenberger@uni-bielefeld.de

„Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten.“

Bertrand Russell

Vita
Alexander Grünberger (Jahrgang 1985) ist Juniorprofessor für Multiscale Bioengineering an der Universität Bielefeld. Er studierte von 2004 bis 2010 Bioingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie, der University of Queensland und der University of Delaware. Im Jahr 2014 promovierte er an der RWTH Aachen bei Prof. Wolfgang Wiechert im Bereich mikrofluidische Einzelzellanalyse. Die Arbeit wurde mit dem Bioeconomy PhD Award, dem Klaus-Goerttler Promotions Award und dem VAAM Promotionspreis der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie ausgezeichnet. Nach einer knapp dreijährigen Postdoktorandenzeit mit einem „Helmholtz-Postdoctoral Fellowship“ am Forschungszentrum Jülich im Bereich Mikrofluidik und Optogenetik wurde er 2017 an die Universität Bielefeld auf den neugegründeten Lehrstuhl für Multiscale Bioengineering berufen. Dort entwickelt er neue mikrofluidische Kultivierungssysteme für die Anwendung im Bereich Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik.

Forschung

Mein Forschungsgebiet ist die Bioökonomie, insbesondere die industrielle Biotechnologie. Hier beschäftige ich mich mit der Entwicklung neuer biotechnologischer Verfahren für die Herstellung von höherwertigen Produktion wie z. B. Pharmazeutika. Im Mittelpunkt meiner Forschung steht hierbei die Untersuchung von Populationsheterogenität in Bioprozessen durch sogenannte „Einzelzellbioreaktoren“. Diese bieten neue revolutionäre Einblicke in zellulärer Prozesse wie zum Beispiel Wachstum und Metabolismus individueller Zellen als auch Zellpopulationen. In Kooperation mit Mikrobiologen, Biophysikern und Informatikern untersuche ich hierbei sowohl grundlegende als auch angewandte Fragestellungen wie zum Beispiel die Heterogenität in zellulären Stoffwechselwegen, die Wirkung von noch unerforschten Antibiotika, sowie die Funktionsweise von sogenannten mikrobiellen Konsortien. Hierbei erlauben neue Erkenntnisse die Entwicklung alternativer und die Verbesserung bestehender Bioproduktionsverfahren.

Ausgewählte Publikationen
D. Binder, T. Drepper, KE. Jaeger, F. Delvigne, W. Wiechert, D. Kohlheyer and A. Grünberger, Homogenizing bacterial cell factories: Analysis and engineering of phenotypic heterogeneity, Metabolic Engineering 2017, 42:p. 145–156, DOI: 10.1016/j.ymben.2017.06.009.

A. Grünberger, W. Wiechert and D. Kohlheyer, Single-Cell Microfluidics: Opportunity for Bioprocess Development, Current Opinion in Biotechnology 2014, 29: p.15–23, DOI:10.1016/j.copbio.2014.02.008.

A. Grünberger, N. Paczia, C. Probst, G. Schendzielorz, L. Eggeling, W. Wiechert and D. Kohlheyer, A disposable picoliter bioreactor for cultivation and investigation of industrially relevant bacteria on single cell level, Lab on a Chip 2012, 12, p.2060–2068, DOI: 10.1039/C2LC40156H.