AWK - Pyschny, Katharina

Übersprungnavigation

Navigation

Inhalt

Dr. theol. Katharina Pyschny

Dr. theol. Katharina Pyschny

Ruhr-Universität Bochum
Katholisch-Theologische
Fakultät Lehrstuhl für Altes Testament
Universitätsstr. 150 | 44780 Bochum
Katharina.Pyschny@rub.de

„Es geht nicht darum, die Kritik zur Methode zu machen, sondern die Methode zur Kritik.“

Vita
Katharina Pyschny (Jahrgang 1984) hat Kath. Theologie und Germanistik in Köln, Bonn, Bochum und Jerusalem studiert. Während ihres Studiums und ihrer bisherigen wissenschaftlichen Laufbahn war sie Stipendiatin des DAAD (2005–2006), der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2007–2009), der EKD (2016) und der EBAF Jerusalem (2018–2019). Seit 2009 ist sie als wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Altes Testament der Ruhr-Universität Bochum tätig. Ebenda wurde sie im Bereich der alttestamentlichen Exegese im Juli 2015 an der Kath.-Theol. Fakultät promoviert. 2016–2019 war sie von ihrer Position befreit, um als Post- Doc an der Universität Lausanne (Schweiz) an einem internationalen Forschungsprojekt zur Geschichte des Pentateuchs mitzuwirken, das in Kooperation mit den Universitäten Zürich und Tel Aviv durchgeführt worden ist. Seit 2016 leitet sie zwei Forschergruppen der European Association of Biblical Studies und ist in dieser Organisation als Vorstandsmitglied (ab August 2018 Executive Officer) tätig.

Forschung
Aufruhend auf einer Expertise in alttestamentlicher Exegese und der materiellen Kultur des antiken Israels verbindet meine Forschung aktuelle Ansätze der Pentateuchforschung mit rezenten Zugängen zur materiellen Kultur (Ikonographie, historische Geschlechterforschung, Reflexion von Geschichte und Geschichtsschreibung). Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der (sozial-)theoretisch gegründeten Erforschung atl. Führungskonzepte und damit zusammenhängender Aspekte (Autorität, Legitimität, Institutionalisierung, Amt, Charisma etc.) in narrativ- literarischer, literargeschichtlicher sowie religions- und theologiegeschichtlicher Perspektive im historischen Kontext der formativen Phase des frühnachexilischen Judentums (5.–2. Jh. v. Chr.). Die Komplexität, Pluralität und Diskursivität atl. Führungskonzepte birgt ein enormes Potential, das ich wissenschaftlich gestützt und methodisch reflektiert als eine Stimme unter vielen auch in gesamtgesellschaftliche Debatten einzubringen suche.

Ausgewählte Publikationen
Verhandelte Führung. Eine Analyse von Num 16–17 im Kontext der neueren Pentateuchforschung (HBS 88), Freiburg i. Br. 2017.

Debating Authority. Concepts of Leadership in the Pentateuch and the Former Prophets (BZAW 507), Berlin/Boston 2018 (zusammen hrsg. mit Sarah Schulz).

Eine Strategie zur Begrenzung der Schuldsklaverei in Israel. Die Verknüpfung von Sklavenfreilassungsgebot und Eherecht in Ex 21,2–11, in: Fischer, Irmtraud/Feichtinger, Daniela (Hg.), Sexualität und Sklaverei (AOAT 456), Münster 2018, 175–201.