AWK - Sauer, Roger A.

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Dr. Roger A. Sauer

war von Januar 2012 bis Juni 2014 im Jungen Kolleg

Roger A. Sauer

Jahrgang 1976

Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science (AICES)
RWTH Aachen
Schinkelstrasse 2
52056 Aachen

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“I took the [road] less traveled by, and that has made all the difference.”
Robert Frost

Vita

Roger Sauer besuchte das Friedrich-Schiller Gymnasium in Marbach und legte 1995 sein Abitur ab. Seine Leistungskurse waren Englisch und Physik. Er studierte ab 1996 Bauingenieurwesen an der Universität Karlsruhe. Nach dem Studium, das er 2002 abschloss, ging er an die University of California in Berkeley, um im Bereich Numerische Mechanik und Mathematik zu promovieren. Zwischen 2007-09 war er Post-doc. an der Leibniz Universität Hannover. Dr. Sauer wurde Ende 2009 ins Emmy-Noether Programm der DFG aufgenommen und wechselte damit an die Graduiertenschule AICES der RWTH Aachen. Dort leitet Dr. Sauer eine Forschungsgruppe zur Modellierung und Simulation allgemeiner Kontakt- und Adhäsionsprobleme. Er hält dazu Vorlesungen und organisiert Tagungen.

Forschung

Dr. Sauer arbeitet auf dem Gebiet der Numerischen Kontaktmechanik (Computational Contact Mechanics). Die Numerische Mechanik liegt an der Schnittstelle zwischen Mathematik, Physik und Informatik, sowie den Ingenieur- und Materialwissenschaften. Die Kontaktmechanik beschäftigt sich dabei mit der Beschreibung von Kontaktkräften und Kontaktverformungen infolge physikalischer Phänomene wie Aufprall, Reibung und Adhäsion (d.h. Anziehung und Haftung). Dr. Sauer entwickelt und verbessert hierzu detaillierte mathematisch-physikalische Modelle sowie dazugehörige numerische Methoden. Deren Ziel ist eine möglichst effiziente und robuste Simulation mechanischer Kontaktvorgänge. Dazu verwendet Dr. Sauer selbstentwickelte Computerprogramme. Ihn interessieren insbesondere Kontaktmechanismen, die sich auf sehr kleinen Längenskalen abspielen. Beispiele hierfür sind molekulare Van-der-Waals-Kräfte, sowie der Einfluss von Oberflächenspannungen und rauen Oberflächen. Die Anwendungen seiner Forschung erstrecken sich vom Verständnis natürlicher Adhäsions- und Selbstreinigungsmechanismen – wie sie z.B. bei Geckos auftreten – hin zur Entwicklung optimierter Materialien mit speziellen Oberflächeneigenschaften. Beispielhaft hierfür sind neuartige Klebeverbindungen sowie Fahrzeugreifen mit verbesserten Haft- und Bremseigenschaften. 

Eine weitere Anwendung, mit der sich Dr. Sauer beschäftigt, ist die Modellierung und Simulation von akutem Lungenversagen, welches durch das Kollabieren und Verkleben der Lungenbläschen verursacht wird.

Die Forschungsideen von Dr. Sauer sind mehrfach ausgezeichnet worden.

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