AWK - Echterhoff, Gerald

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Klasse für Geisteswissenschaften

Prof. Dr.

Gerald Echterhoff

Geboren 1969

Ordentliches Mitglied seit 2018

Universität Münster
Institut für Psychologie
Fliednerstraße 21, Raum 217 a
48149 Münster
Telelefon +49 (0) 251/833 4386
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Fachgebiet: Sozialpsychologie

 

Vita

Nach seinem Studium der Psychologie an der Universität zu Köln setzte Gerald Echterhoff seine Studien mit Förderung durch ein Fulbright-Stipendium an der New School for Social Research in New York fort, wo er 2000 den Doctor of Philosophy (Ph. D.) erlangte. Anschließend war er ein Jahr lang Postdoctoral Fellow an der Columbia University (New York). An der an Universität Bielefeld, wo er anschließend als wissenschaftlicher Assistent tätig war, wurde er 2007 an der dortigen Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft habilitiert. Im Jahr 2008 wurde er als Professor of Psychology an der Bremer Jacobs University berufen. Seit 2010 ist Gerald Echterhoff Professor für Sozialpsychologie an der Universität Münster. Seine Projekte wurden kontinuierlich durch Drittmittel gefördert, u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der European Science Foundation, der Alexander von Humboldt-Stiftung, dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und dem Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung.

 

Forschung

Es sind Fragen zur sozialen Prägung von Kognition, insbesondere von Gedächtnisprozessen, die Gerald Echterhoff in seinen Forschungen seit jeher am stärksten interessieren. Seine frühen Arbeiten zu Erinnerungskulturen und zum Augenzeugengedächtnis sowie seine Habilitationsschrift „Memory in Context: Social, Communicative and Societal Influences“ spiegeln dies wider. Diese Arbeiten entwickelte er weiter in seinem Forschungsprogramm zur sozialen Realitätskonstruktion (shared reality), die er in Studien zur Beeinflussung von Erinnerungen durch adressatenorientierte Kommunikation („audience tuning“) intensiv erforscht hat. Dabei konnte er zeigen, dass die epistemische Motivation der Sprecher*innen sowie die Merkmale des Adressaten der Kommunikation (wie dessen Vertrauenswürdigkeit oder Gruppenzugehörigkeit) eine entscheidende Rolle spielen. Im Zuge seiner Forschungen hat Gerald Echterhoff immer wieder das Zusammenwirken kognitiver, motivationaler, interpersoneller Prozesse herausgestellt, wobei er auch deren physiologisch-körperliche Verankerung berücksichtigt. In jüngeren Arbeiten widmet er sich akuten gesellschaftlichen Problemfeldern: Wie verändert die Nutzung sozialer Online-Medien das Verhaltensrepertoire, beispielsweise Reaktionen auf soziale Ausgrenzung? Und welche sozialpsychologischen Prozesse sind für die Integration von Geflüchteten entscheidend?