AWK - Storch, Anne

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Klasse für Geisteswissenschaften

Prof.'in Dr.

Anne Storch

Geboren 1968

Ordentliches Mitglied seit 2018

Universität zu Köln
Institut für Afrikanistik und Ägyptologie
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Telefon +49 (0) 221/470 2708
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Fachgebiet: Afrikanistik

 

Vita

Anne Storch studierte Afrikanische Sprachwissenschaften, Vor- und Frühgeschichte und Ethnologie in Frankfurt sowie in Mainz und schloss 1994 mit dem Magister Artium in Afrikanischen Sprachwissenschaften ab. In diesem Fach erfolgte 1999 ihre Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema „Das Hone und seine Stellung im Zentral-Jukunoid“. An der Goethe-Universität war sie seit 1995 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und von 2000 bis 2004 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Afrikanische Sprachwissenschaften. 2004 wurde sie als Professorin für Afrikanische Linguistik an die Universität zu Köln, Institut für Afrikanistik und Ägyptologie, berufen.

 

Forschung

Die Arbeitsschwerpunkte der Afrikanistin sind Benue-Congo (vor allem Jukun), Atlantisch, West-Nilotisch, kritische Afrikanistik und Soziolinguistik. Dabei untersucht Anne Storch insbesondere, wie sich die spezifische Lebenswirklichkeit auf die jeweilige Sprache auswirkt. In jüngster Zeit beschäftigte sie sich mit dem Spracherwerb und der Sprachnutzung von afrikanischen Migranten auf den Balearen, die als Straßenkünstler oder Dienstleister sprachliche Elemente der Touristen aufnehmen und verwenden.

Für ihre innovativen Arbeiten, die zu einer weitreichenden Neuausrichtung ihres Faches beigetragen haben, wurde sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet.

In der Begründung zur Preisverleihung heißt es: „So hat Storch der Afrikanistik in Anlehnung an Fragestellungen und Methoden aus der Kulturanthropologie und den Sozialwissenschaften in Theorie und Praxis neue thematische und methodische Dimensionen erschlossen. In exemplarischen Untersuchungen hat sie zudem gezeigt, wie sprachwissenschaftlich fundierte Analysen in interdisziplinärer Öffnung für ein kulturanthropologisches Verständnis des gegenwärtigen Afrika fruchtbar gemacht werden können.“