AWK - Schreckenberg, Michael

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Klasse für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften

Prof. Dr.

Michael Schreckenberg

Geboren 1956

Ordentliches Mitglied seit 2018

Universität Duisburg-Essen
Physik von Transport und Verkehr
Lotharstr. 1, MG 287
47057 Duisburg
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Fachgebiet: Verkehrsphysik

 

 

 

 

Vita

Michael Schreckenberg studierte Theoretische Physik an der Universität zu Köln, wo er 1985 bei Professor Johannes Zittartz promovierte und 1991 habilitierte. 1994 wechselte der gebürtige Düsseldorfer zur jetzigen Universität Duisburg-Essen und wurde dort drei Jahre später zum ersten deutschen Professor für das Fachgebiet „Physik von Transport und Verkehr“ berufen. An der Universität Duisburg-Essen ist der Lehrstuhlinhaber gleichzeitig Mitglied im interdisziplinären und fachbereichsübergreifenden Forschungs- und Lehrbereich „Zentrum für Logistik und Verkehr“ (ZLV). Er ist Initiator zweier bis heute aktiver internationaler Konferenzreihen, „Traffic and Granular Flow“ (TGF, seit 1995) sowie „Pedestrian and Evacuation Dynamics“ (PED, seit 2001). 2011 wurde Michael Schreckenberg für seine Forschungsleistungen im Bereich der Verkehrsphysik in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen.

 

Forschung

Der Physiker befasst sich seit über 25 Jahren mit der Modellierung sowie der computerbasierten Simulation und Optimierung von Transportsystemen in großen Netzwerken. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht der Straßenverkehr unter Berücksichtigung des Einflusses menschlichen Verhaltens darauf. Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist die 1992 unter dem Titel „A cellular automaton model for freeway traffic“ zusammen mit Kai Nagel, einem Experten für Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik, erschienene Publikation. Das dort vorgestellte Verkehrsmodell ist seitdem als Nagel-Schreckenberg-Modell (kurz NaSch-Modell) bekannt.

Durch die anthropozentrische Sichtweise auf das Verkehrsgeschehen gelingt es ihm, wirklichkeitsnahe Verkehrsmodelle mit zutreffenden Vorhersagen zu erstellen. Die fachübergreifende Herangehensweise ermöglicht ihm zudem ein breites Anwendungsspektrum von Produktionsprozessen bis hin zur Dynamik von Menschenmassen. Seine aktuellen Aktivitäten umfassen die Perspektiven autonomen Fahrens, die Psychologie von Autofahrern, die Entwicklung individueller Navigationssysteme, die Möglichkeiten der Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation, die Chancen der Elektromobilität sowie die Einrichtung und Effizienz von Baustellen.