AWK - Studer, Armido

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Klasse für Naturwissenschaften und Medizin

Prof. Dr.

Armido Studer

Geboren 1967

Ordentliches Mitglied seit 2018

 

Universität Münster
Organisch-Chemisches Institut
Corrensstraße 40
48149 Münster
Telefon +49 (0) 251/8333 291
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Fachgebiet: Organische Chemie

 

Vita

1987 begann Armido Studer an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich das Studium der Chemie, schloss 1991 mit dem Diplom ab und wurde dort 1995 promoviert. Anschließend absolvierte er bis 1996 postdoktorale Studien an der University of Pittsburgh, USA. Es schlossen sich unabhängige Forschungen über die Entwicklung neuer synthetischer Methoden im Bereich der Radikalchemie an.

Im Oktober 2000 habilitierte er am Laboratorium für Organische Chemie an der ETH Zürich und wurde im selben Jahr als Professor für Organische Chemie an die Philipps-Universität nach Marburg berufen. Seit April 2004 ist Armido Studer Professor am Organisch-Chemischen Institut an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

 

Forschung

Armido Studer hat mit seinen Arbeiten auf dem Gebiet der Radikalchemie wesentlich zur Renaissance der Chemie freier Radikale in der Organischen Synthese und in der Polymerchemie beigetragen. Er nutzte Radikalwege für Cyclisierungssequenzen zur Synthese interessanter Zielmoleküle, zum Teil mit Anwendungspotential in der Naturstoffsynthese, und er widmete sich der umweltverträglichen zinnfreien Radikalchemie.

Aufgefallen ist der Chemiker auch durch die originelle Entwicklung synthetischer Nutzungsmöglichkeiten des TEMPO-Radikals und seiner Derivate.

Neben seinen Beiträgen zur Chemie von Kohlenstoff-Radikalen hat er konzeptionell neue Ansätze zur Erzeugung von Silizium- und Stickstoff-zentrierten Radikalen entworfen.

In den letzten Jahren hat sich Armido Studer mit Arbeiten zur konkreten praktischen Verwendung des Elektrons als Katalysator beschäftigt – die Elektronen-Entsprechung der seit langem bekannten Protonen-Katalyse. Dieses Konzept wurde bereits in einer Reihe wichtiger Anwendungen umgesetzt, so zur Konstruktion von Heteroarenen, in der oxidativen Si-C Bindungsbildung, in dehydrierenden Kreuzkupplungen, in vicinalen Bifunktionalisierungen von Alkenen und Alkinen, in Alkinyl-Wanderungsreaktionen und in radikalischen Perfluoralkylierungen.