AWK - Wilking, Burkhard

Übersprungnavigation

Navigation

Inhalt

Klasse für Naturwissenschaften und Medizin

Prof. Dr.

Burkhard Wilking

Geboren 1970

Ordentliches Mitglied seit 2018

Universität Münster
Mathematisches Institut
Einsteinstraße 62
48149 Münster
Tel.: 0251/8333 732
E-Mail schreiben
Webseite besuchen

 


Fachgebiet: Mathematik

 

Vita

Gebürtig aus dem niedersächsischen Vechta studierte Burkhard Wilking Mathematik in Münster und schloss 1996 an der Westfälischen Wilhelms-Universität mit Diplom ab. Anschließend war er dort Wissenschaftlicher Mitarbeiter und wurde 1998 promoviert. Von 1999 bis 2002 war er an der University of Pennsylvania, USA, tätig, zunächst als Lecturer, dann als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und schließlich als Assistant Professor.

Seit 2002 ist er Professor am Mathematischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 2009 wurde er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet und 2016 in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.

 

Forschung

Die Hauptarbeitsgebiete von Burkhard Wilking sind die Riemannsche Geometrie, metrische Geometrie und geometrische Evolutionsgleichungen. Dabei sind ihm sowohl in der Klassifikation Riemannscher Mannigfaltigkeiten positiver Krümmung als auch bei der Analysis von Krümmungsflüssen große Durchbrüche gelungen. Seine frühen Arbeiten beschäftigen sich mit der Geometrie positiv gekrümmter kompakter Mannigfaltigkeiten. Burkhard Wilking zeigte, dass auf einer neuen Familie von Mannigfaltigkeiten Metriken existieren, deren Schnittkrümmung immer nichtnegativ und auf einer offenen und dichten Menge positiv ist. Eine Konsequenz dieser Resultate ist, dass eine zentrale Vermutung über die Existenz von Metriken positiver Krümmung falsch ist.

2008 gelang es Burkhard Wilking gemeinsam mit Christoph Böhm, eine der ältesten Vermutungen von Richard S. Hamilton auf dem Gebiet der geometrischen Evolutionsgleichungen zu beweisen. Sie konnten neue invariante Mengen konstruieren und das Resultat von Hamilton auf beliebige Dimensionen verallgemeinern.

Aktuell hat Burkhard Wilking ein Resultat zu so genannten Besse-Mannigfaltigkeiten erzielt: Auf dieser haben alle Geodätischen die gleiche Länge.