Akademie Aktuell
10.05.2012
Karl-Arnold-Preis geht an jungen Physiker aus Dortmund
Der Dortmunder Physiker Dr. Alex Greilich (Foto) wird mit dem Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste ausgezeichnet. Der 33-Jährige arbeitet an der Technischen Universität Dortmund in der experimentellen Physik mit Schwerpunkt Quantenmechanik. Mit der Hilfe der Forschung können Datenverbindungen sicherer verschlüsselt, die Suche in Datenbanken beschleunigt und die Überprüfung von Wirkstoffen etwa in der Arzneimittelentwicklung vereinfacht werden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird während der Jahresfeier der Akademie am 16. Mai in Düsseldorf verliehen. Die Auszeichnung ist nach dem ersten NRW-Ministerpräsidenten benannt und wird von der Stiftung der Freunde und Förderer der Akademie ausgelobt.
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27.04.2012
Ausschreibung für das Junge Kolleg - Bewerbungen bis 20. Juli
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste plant für das Jahr 2013 die Aufnahme weiterer Mitglieder für die Dauer von bis zu vier Jahren. Kandidatinnen und Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen können bis zum 20. Juli 2012 nominiert werden oder sich selbst bewerben. 2006 hatte die Akademie das Junges Kolleg als Förderprogramm für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen eingerichtet. Die Mitglieder werden berufen, um sie durch die Aufnahme persönlich und sichtbar auszuzeichnen, sie in ihrer Forschungsarbeit ideell und finanziell zu fördern und ihnen eine interdisziplinäre Plattform für die kritische Bewertung von Problemen der Bildungs- und Forschungspolitik zu bieten. Das Junge Kolleg wird bis Ende 2013 durch die Stiftung Mercator, Essen, gefördert; ab 2014 ist die Weiterförderung durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen beabsichtigt.
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10.04.2012
Jahresfeier der Akademie: James Bond im Visier der Physik
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste lädt am Mittwoch, 16. Mai, zur Jahresfeier ein. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Metin Tolan (Foto), ordentliches Mitglied der Klasse für Naturwissenschaften und Medizin, zum Thema „Geschüttelt, nicht gerührt! James Bond im Visier der Physik“. Das Grußwort spricht Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Präsident der Akademie, Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, hält den Jahresbericht. Außerdem wird Karl-Arnold-Preis verliehen, ein Akademiepreis, mit dem jedes Jahr die herausragende Forschungsarbeit eines Nachwuchswissenschaftlers ausgezeichnet wird. Feierlich werden die neuen Mitglieder in die Akademie aufgenommen. Abgerundet wird die Abendveranstaltung durch ein musikalisches Intermezzo des TenHagen Quartetts.
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10.04.2012
Ist Literatur Kunst oder Dienstleistung?
Welche Bedeutung hat Literatur in der modernen, zunehmend technikfixierten Gesellschaft? Welchen Einfluss können literarische Werke im digitalen Massenkonsum überhaupt noch spielen? Literatur steht im postideologischen Zeitalter wie jede andere Ware vor ökonomischen Zwängen. Sie muss sich gut verkaufen, um bestehen zu können und wird damit immer mehr als eine Dienstleistung aufgefasst. Literarische Werke wollten aber immer Veränderungen menschlichen Handelns und Denkens bewirken. Das digitale Zeitalter wirft daher ganz grundlegende Fragen über die Zukunft und die Definition von Literatur auf. Unter dem Titel „Literatur: Kunst oder Dienstleistung?“ sprach Akademiemitglied Dr. Burkhard Spinnen in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste über den Bedeutungswandel der Literatur. Von den Zeiten der Aufklärung, über die Entideologisierung der Welt und dem Wert in der modernen Gesellschaft bis hin zu zukünftigen Herausforderungen zeigte Spinnen die Entwicklung dieser Kulturgattung auf.
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30.03.2012
Ibsen Award geht an Akademiemitglied Heiner Goebbels
Heiner Goebbels (Foto), ordentliches Mitglied der Klasse der Künste der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, erhält den diesjährigen Internationalen Ibsen Award. Der bekannte Theatermacher, Komponist, Regisseur, Musiker und Intendant der Ruhrtriennale sei „eine der großen kreativen Persönlichkeiten der heutigen Zeit“ und habe mit seinen Werken die Zukunft des Theater massiv beeinflusst, erklärte das Preiskomitee in seiner Begründung. Der alle zwei Jahre verliehene Internationale Ibsen Award wird seit 2008 von der norwegischen Regierung ausgelobt und ist mit rund 300.000 Euro der am höchsten dotierte Theaterpreis der Welt. Die Preisverleihung findet im September im Rahmen des Ibsen Festivals im Nationaltheater in Oslo statt. Am 31. Mai ist Professor Goebbels in der NRW-Akademie Referent einer öffentlichen Veranstaltung der Klasse der Künste. Er hält einen Vortrag zum Thema „Die Ästhetik der Abwesenheit - oder was bleibt vom Drama?“.
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22.02.2012
Junges Kolleg bezieht Stellung zum Urteil zur Professorenbesoldung
Das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste begrüßt das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts, nach dem die Besoldung von Hochschulprofessoren neu geregelt werden muss. In einer Stellungnahme fordert die Arbeitsgruppe Hochschulpolitik des Kollegs, dass in der Folge auch die Gehälter für Juniorprofessoren und andere junge Wissenschaftler überprüft werden sollen. „Wir müssen uns als Gesellschaft fragen, was uns akademische Ausbildung und Spitzenforschung in Deutschland wert sein sollen“, heißt es in dem gemeinsamen Papier. „Die Etats der Universitäten müssen angepasst werden. Andernfalls kann das Urteil nur mit Kürzungen und Stellenstreichungen beim wissenschaftlichen Nachwuchs umgesetzt werden.“
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09.02.2012
Bundesverdienstkreuz für Sekretar Dieter Häussinger
Der Mediziner Dieter Häussinger (Foto) ist mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ehrte in einer Feierstunde 14 Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens. Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf, leitet als Sekretar die Klasse Naturwissenschaften und Medizin der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. „Wir sind stolz, dass Dieter Häussinger diese besondere Ehre zuteil geworden ist“, erklärte Akademiepräsident Hanns Hatt. Häussinger wurde mit dem Verdienstkreuz für seine Leistungen als überragender Wissenschaftler und renommierter Hepatologe ausgezeichnet, der zahlreiche hochrangige wissenschaftliche Projekte und Kooperationen aufgebaut hat, dazu gehört auch die HIV-Ambulanz des Universitätsklinikums. Er engagiert sich zudem in vielen Patientenorganisationen wie als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Leberliga in Düsseldorf. (Foto: Wilfried Meyer)
01.02.2012
Öffentliche Führungen durch die NRW-Akademie
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste bietet in den kommenden Monaten wieder öffentliche Führungen durch ihr Gebäude in Bilk an. Das Haus der Wissenschaften, Palmenstraße 16, das seit 2002 unter Denkmalschutz gestellt wurde, verfügt über viele sehenswerte Details innen und außen. Auch am Tag des Offenen Denkmals am 9. September wird sich die NRW-Akademie wieder beteiligen. Die Führungen sind kostenlos.
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24.01.2012
Auszeichnung für jungen Verhandlungsforscher aus Münster
Zwei junge Wissenschaftler aus den Niederlanden und Deutschland werden mit dem Hendrik-Casimir-Karl-Ziegler-Forschungspreis ausgezeichnet. Er wird von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und der Königlich-Niederländischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam verliehen und ist mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Die Preisträger sind Alfred Zerres (Foto) von der Universität Münster und Hein van den Berg (Amsterdam). Der Festakt zur Verleihung findet am 12. März in Amsterdam statt. Dr. Alfred Zerres (29) untersucht in seinen Forschungsarbeiten, wie Verhandlungsstrategien funktionieren und wie es zum Beispiel Verhandlungspartner trotz schwieriger Rahmenbedingungen schaffen können, ihre Ziele zu erreichen. Er wird mit dem Forschungsstipendium an der Universität Amsterdam seine Arbeit vertiefen. Die Niederländische Akademie vergibt den Preis an den Philosophieforscher Dr. Hein van den Berg (31). Die Auszeichnung ist benannt nach dem ersten Präsidenten der Nordrhein-Westfälischen Akademie, Karl Ziegler, und dem ersten Präsidenten der Königlich-Niederländischen Akademie, Hendrik Casimir.
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19.01.2012
Akademiepräsident Hanns Hatt: „Aushängeschild für exzellente Forschung“
Sieben herausragende Jungwissenschaftler sind im Rahmen des Konzerts zum Neuen Jahr ins Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen worden. „Ich freue mich, dass wir erneut so exzellente Nachwuchswissenschaftler in unsere Reihen aufnehmen können“, sagte Akademiepräsident Hanns Hatt. Das Junge Kolleg habe sich zu einem „Aushängeschild für junge, exzellente Forschung in Nordrhein-Westfalen“ entwickelt, so Hatt. „Unser Ziel als Stiftung ist es, mit dem Jungen Kolleg individuelle Entscheidungsspielräume für junge Wissenschaftler zu erhöhen, ihnen Mittel für neue Forschungsideen zur Verfügung zu stellen und Kooperationen jenseits des eigenen Fachs zu fördern“, so Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Das Bild zeigt Hanns Hatt, Sara Wickström, Roger Andrew Sauer, Anne Sanders, Enrico Rukzio, Tobias Gulder, Christoph Stampfer, Xin Li, Stellvertretender Beiratsvorsitzender Mercator-Stiftung Ralf Ruhrmann und Staatssekretär Helmut Dockter (von links).
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22.12.2011
Neues Programm für 2012 ist online
Das Halbjahresprogramm 2012 ist ab sofort online und im Bereich Veranstaltungen zu finden. Dazu gehören Termine der einzelnen Klassen sowie öffentliche Veranstaltungen in den Räumen der Akademie in der Palmenstraße.
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22.11.2011
Neue Forschung zu Arthur Schnitzler und zur Spätantike
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hat den Zuschlag für zwei neue Forschungsvorhaben erhalten. Die beiden Projekte, die zum Akademienprogramm von Bund und Ländern gehören, werden an den Universitäten Wuppertal und Düsseldorf angesiedelt. Die Gesamtfördersumme beträgt knapp acht Millionen Euro für eine Laufzeit von 15 bis 18 Jahren. Damit ist NRW im größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramm Deutschlands mit 15 Projekten vertreten. In den neuen Vorhaben wird zum Schriftsteller Arthur Schnitzler und zu Historikern der Spätantike geforscht.
Das Foto zeigt Prof. Dr. Michael Scheffel, Uni Wuppertal, Prof. Dr. Bruno Bleckmann, Uni Düsseldorf, Prof. Dr. Hanns Hatt, Akademiepräsident, Svenja Schulze, Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. Markus Stein, Uni Düsseldorf, Prof. Dr. Axel Buchner, Prorektor Uni Düsseldorf, Prof. Dr. Lambert Koch, Rektor Uni Wuppertal, Prof. Dr. Wolfgang Lukas, Uni Wuppertal (v. l.).
21.11.2011
Vorträge und Debatte zum Thema Desinformation
Wie werden die Menschen informiert in schwierigen Zeiten, wenn eine Krise die nächste jagt und die Komplexität der Lebenswelt zunimmt? Insbesondere in der Finanzkrise haben sich Menschen getäuscht und betrogen gefühlt. Unter dem Titel „Strategien der Desinformation“ diskutierten in der NRW-Akademie der Wissenschaften Experten aus verschiedenen Disziplinen darüber, wie sich Desinformation heute und früher entwickelt hat und wie man ihr begegnen kann. Gesprochen wurde über die Werke Homers, den ersten großen Dichter des Abendlandes, in denen sich Menschen und Götter in der Kunst der Täuschung überbieten, um ihre Ziele zu erreichen. Themen waren die große Palette der Täuschungsmöglichkeiten durch sprachlichen Humbug sowie die Frage, ob Journalismus einen Gegenpol zu einer Strategie der Desinformation bilden kann. Außerdem ging es um vertragliche und rechtliche Bestimmungen zur Information beim Verkauf von Dingen.
14.11.2011
Junge Kollegiatin Sonja Herres-Pawlis Innovationspreisträgerin
Sonja Herres-Pawlis, bis Ende Oktober Mitglied im Jungen Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, ist eine der Preisträgerinnen des Innovationspreises des Landes Nordrhein-Westfalen. Die 32-Jährige Chemikerin erhielt ihn in der Kategorie Nachwuchswissenschafter. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. „Wir als Akademie sind stolz, dass nach Kai Phillip Schmidt und Oliver Trapp bereits zum dritten Mal einem Mitglied des Jungen Kollegs dieser Preis zugesprochen wird“, sagte Akademiepräsident Hanns Hatt. Sonja Herres-Pawlis, bisher Nachwuchsgruppenleiterin an der Technischen Universität Dortmund und seit November Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist es gelungen, den chemischen Schlüssel für die Entwicklung kompostierbarer Kunststoffe zu finden. Ihre Vision ist eine Welt ganz ohne Plastikmüll.
03.11.2011
Averroes-Experten bei internationaler Konferenz in Köln
Mehr als vierzig Wissenschaftler aus Beirut und Jerusalem, Paris und Oxford, Berlin und New Orleans haben in Köln an einer internationalen Konferenz teilgenommen – ihr Thema: Averroes, der arabische Denker, der im 12. Jahrhundert in Cordoba im muslimischen Spanien als Arzt, als Kadi und als Philosoph wirkte. Averroes selbst war auf der Suche nach dem wahren Sinn der Schriften des antiken Philosophen Aristoteles. Diese Suche schlug sich in gleich mehrere Serien von Kommentaren nieder. Dieses arabisch-hebräisch-lateinischen Übersetzungs-Textdickicht zu entwirren ist eine geradezu kriminalistische Aufgabe. Zu ihrer Bewältigung werden am Thomas-Institut der Universität zu Köln die neuesten Techniken der digitalen Edition eingesetzt. Im Institut sind das DFG-Projekt Digital Averroes Research Environment und das Forschungsprojekt zu Averroes der NRW-Akademie angesiedelt.
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19.10.2011
Neue Führung für Naturwissenschaften und Medizin
Der Mediziner Dieter Häussinger (Foto) leitet die Klasse Naturwissenschaften und Medizin der NRW-Akademie. Der Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Universität Düsseldorf ist zum neuen Sekretar der Fachgruppe gewählt worden und löst damit die Chemikerin Martina Havenith-Newen (Bochum) ab, die seit 2010 Sekretarin der Klasse war. Häussinger war zuletzt stellvertretender Sekretar der Klasse und gehört der Akademie seit 2004 an. Zu den Hauptarbeitsgebieten und Forschungsgebieten des Internisten gehören Experimentelle und klinische Hepatologie, Zellbiologie, Infektiologie und Gastroenterologie. Neuer Stellvertretender Sekretar ist der Chemiker Gerhard Erker (Münster).
14.10.2011
Werner Spies spricht über Max Ernst
Werner Spies, Kunsthistoriker, Romanist und ehemaliger Museumsdirektor, hat den Leo-Brandt-Vortrag vor mehreren hundert Besuchern und Akademiemitgliedern gehalten. Sein Thema: Max Ernst. Das amerikanische Exil. Im Mittelpunkt standen Ernsts Collagen, nachdem er zu Beginn der vierziger Jahre in die Vereinigten Staaten emigriert war. Die dadaistischen und surrealistischen Experimente, die der in Brühl geborene Maler, Bildhauer und Poet in Deutschland und Frankreich erprobt hatte, wurden in den USA auf neue Weise weitergeführt. Der Vortrag veranschaulichte die besonderen Einflüsse, die die amerikanische Kultur und Kunstszene auf Max Ernst und seine Arbeitsweise ausübten, aber auch die prägende Wirkung, die der europäische Avantgardist für die junge Generation amerikanischer Künstler bedeutete. Werner Spies ist Vorsitzender des Stiftungsrates und des Kuratoriums der Stiftung Max Ernst in Brühl und in dieser Eigenschaft auch Mitinitiator für das am 4. September 2005 in Brühl eröffnete Max-Ernst-Museum, das sich seit dem 1. Juni 2007 in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland befindet.
13.10.2011
Streichquartett und Computer musizieren beim Forschungstag Musik und Technik
Zum Forschungstag Musik und Technik des Jungen Kollegs der NRW-Akademie haben sich die Teilnehmer aus verschiedenen Richtungen dem Thema genähert. Musikwissenschaftler, Biologen, Physiker, Mathematiker und Philosophen sprachen interdisziplinär über Zugänge zur Musik. Dabei ging es um künstlich geschaffene Musik und ihre Wirkung, um die Technik, mit der der menschliche Körper akustische Signale verarbeitet und darum, wie Technik das Erleben und die Bewertung von Musik beeinflusst. In einem Podiumsgespräch diskutierten die drei Komponisten Manfred Trojahn, Enno Poppe und Gordon Kampe darüber, welche Rolle technische Mittel in der Komposition haben kann. Einer der Höhepunkte des Tages war eine Uraufführung des Komponisten Kampe: Ein Streichquartett präsentierte das Stück „Fancy Island“ zusammen mit CD-Zuspielungen und Gitarrenverstärkern vom Computer, den der Komponist bediente.
05.10.2011
NRW-Akademie beim Deutschlandfest mit Ministerinnenbesuch
Viele hundert Besucher haben bei den dreitägigen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit und NRW-Fest in Bonn den Pavillon der NRW-Akademie besucht – unter ihnen auch NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Staatssekretär Helmut Dockter (Foto, von rechts). Beide lassen sich von Helga Giersiepen (Foto, links) das Forschungsprojekt zu Mittelalter-Inschriften erklären und machen mit beim Inschriftenpuzzle. Insgesamt sechs der 16 Forschungsprojekte der Akademie präsentierten sich in Bonn auf dem „Weg der Innovation“ und erlebten faszinierende Einblicke, etwa bei einer Liveschaltung zur Ausgrabungsstätte Oinoanda in der Türkei. Außerdem gab es Informationen zur Erforschung von Sternen in der chilenischen Wüste, zur Analyse geheimnisvoller Inschriften des Mittelalters, zum Reallexikon für Antike und Christentum oder zur Restaurierung ägyptischer Papyrusrollen. Viele Besucher nutzten die Chance, zusammen mit einem Steinmetz eigene Inschriften in Stein zu meißeln.
27.09.2011
Akademie trauert um ihren früheren Präsidenten Paul Mikat
Paul Mikat, früherer Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen, ist im Alter von 86 Jahren in Düsseldorf gestorben. Seit dem Jahr 1973 gehörte der Jurist und Theologe als ordentliches Mitglied der Klasse der Geisteswissenschaften der NRW-Akademie der Wissenschaften an, von 1998 bis 2001 war er Akademiepräsident. „Mit Paul Mikat verlieren wir eine Persönlichkeit, die unsere Akademie geprägt hat. Er hat auch nach seiner Präsidentschaft aktiv an der Gestaltung und Weiterentwicklung der Akademie mitgewirkt“, sagte Hanns Hatt, Präsident der NRW-Akademie. Mikat, am 10. Dezember 1924 im ostwestfälischen Scherfede geboren, war von 1969 bis 1987 Mitglied des Deutschen Bundestages. Bekanntheit erlangte er als Kultusminister unter anderem durch seine pragmatische Idee gegen Lehrermangel, als er Hilfslehrer ausbilden ließ („Mikätzchen“) und als Initiator neuer Hochschulen in NRW.
22.09.2011
Akademie-Archäologen entdecken Theater der Antike
Überraschend haben Archäologen der NRW-Akademie der Wissenschaften und Künste und des Deutschen Archäologischen Instituts in der Türkei ein Theater aus der Antike entdeckt. Den Fund machten die Forscher im berühmten Apollonheiligtum von Didyma (heute Didim, Westtürkei). Das Theater stammt aus der römischen Kaiserzeit, hatte einen Durchmesser von 50 Metern und bot etwa 2500 Menschen Platz. Mit seinem Fund löste das Ausgrabungsteam ein langjähriges Rätsel.
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11.09.2011
Einblicke zum Tag des offenen Denkmals
Die Akademie der Wissenschaften und der Künste hat sich zum ersten Mal am „Tag des offenen Denkmals“ beteiligt. Mehr als 200 Besucher nutzen die Gelegenheit, das Haus in der Palmenstraße zu besichtigen und an Führungen teilzunehmen. Dabei standen sehenswerte Details des 1960 von Architekt Hans Schwippert entworfenen Gebäudes am Florapark im Mittelpunkt, etwa die Wandelhalle und die unter Denkmalschutz stehenden Säle (Foto). Zu sehen waren auch Präsentationen von Forschungsprojekten und Kurzfilme über Nobelpreisträger und Mitglieder der Akademie.
29.07.2011
Mehr als 1.000 Besucher sehen Fritsch-Ausstellung
Die Ausstellung der Künstlerin Katharina Fritsch in der Akademie der Wissenschaften und Künste ist zuende gegangen. Mehr als 1.000 Besucher sahen die Schau. Fritsch, Mitglied der Klasse der Künste an der NRW-Akademie und Professorin für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, stellte in der Wandelhalle der Akademie verschiedene Skulpturen aus. „Ich freue mich über diesen Erfolg“, sagte Akademiepräsident Hanns Hatt. „Auch in Zukunft wollen wir mit Ausstellungen die Öffentlichkeit ansprechen.“ Aktuell präsentiert das Museum of Modern Art (MoMa) New York im Skulpturengarten Werke Fritschs.
13.07.2011
Margot Käßmann spricht vor 400 Gästen in der Akademie
Margot Käßmann und Akademiepräsident Hanns Hatt
Über die gelungene Integration zugewanderter Menschen in Deutschland hat Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, in der Akademie der Wissenschaften und der Künste gesprochen. Der öffentliche Abend mit etwa 400 Zuhörern war Abschluss eines Wissenschaftlichen Symposiums mit dem Titel „Transkulturelles Erbe als Basis europäischer Integration“. Was ist Europa, was europäisch? Wer sind die Europäer? Diese Fragen von hoher Aktualität und Brisanz standen im Mittelpunkt – und damit auch das kulturelle Selbstverständnis Europas und der Prozess der europäischen Integration.
Weitere Informationen zum Ablauf des Symposiums erhalten Sie hier.