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Spitzenforschung mit langem Atem

Langzeitprojekte von herausragender Bedeutung

Es gehört zu den traditionellen Aufgaben jeder Akademie der Wissenschaften und der Künste, dass sie langfristige Forschungsvorhaben durchführt und betreut. Schon die Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen hatte in den 1950er-Jahren verschiedene Vorhaben konzipiert und angeregt, die sich in der Folge zu selbständigen Großforschungseinrichtungen entwickelt haben, darunter sind zum Beispiel das Forschungszentrum Jülich oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ein geisteswissenschaftliches Forschungsprojekt (Papyrus-Edition) wurde bereits 1954 in Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln eingerichtet.

Das Akademienprogramm: Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes   

Das Akademienprogramm dient der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes. Es ist derzeit das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Es wird von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert und fördert Langzeitforschungen in der geisteswissenschaftlichen, aber auch in der sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Träger des Programms und zuständig für die Bearbeitung der Vorhaben sind die acht in der Akademienunion zusammengeschlossenen Akademien und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Das Akademienprogramm umfasst bei einem Finanzvolumen von knapp 67 Millionen Euro insgesamt 144 Vorhaben mit rund 200 Arbeitsstellen. Diese setzen sich zusammen aus 21 Wörterbüchern, 121 Editionen sowie zwei Projekten aus der sozial- und kulturwissenschaftlichen Grundlagenforschung. In den Vorhaben sind insgesamt etwa 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mehr als 100 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer engagieren sich darüber hinaus ehrenamtlich in den Vorhaben (Stand 2018).

Regelmäßige Evaluierungen durch externe Wissenschaftler/innen aus der internationalen Scientific Community sichern den Qualitätsstandard der hier entstehenden Wörterbücher, Lexika und Editionen aus den Gebieten der Theologie, Philosophie, Geschichte, Literatur- und Sprachwissenschaften, Kunstgeschichte und Archäologie, Inschriften- und Namenforschung, der Musikwissenschaft sowie der naturwissenschaftlichen Langzeitbeobachtungen und der Grundlagenforschung in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Nur dank der Struktur der Akademieforschungsstellen und ihrer sie betreuenden Kommissionen ist es möglich, solch langfristig angelegte und sehr umfangreiche Forschungsprojekte kontinuierlich auf hohem Niveau zu bearbeiten, ohne an die Lebenszeit einzelner Personen und die begrenzte Kapazität einzelner Einrichtungen gebunden zu sein.

Der Wissenschaftsrat hat das Akademienprogramm positiv evaluiert und festgestellt, dass die Vorhaben des Akademienprogramms häufig, in einigen Fällen sogar weltweit, das Zentrum für bestimmte Forschungsthemen sind, die Qualität und Forschungsleistung beachtlich ist und im Beitrag der Forschungsergebnisse dieses Programms zu den empirischen Grundlagen z. B. der Philosophie, der Geschichte, der Theologie und der Philologien, eine sehr wichtige und zentrale Leistung liegt.

Ausschreibung Akademienprogramm

Seit 2006 wird das Akademienprogramm jährlich ausgeschrieben. Um darin aufgenommen zu werden, müssen geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte folgende Kriterien erfüllen: überregionale gesamtstaatliche Bedeutung, hohe wissenschaftliche Relevanz, eine Laufzeit zwischen 12 und 25 Jahren und ein finanzielles Mindestvolumen von 120.000 Euro im Jahr. Über den Haushalt des Akademienprogramms, über die Aufnahme von Neuvorhaben und die Fortführung von laufenden Projekten entscheidet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, in welcher der Bund und die Bundesländer vertreten sind. Die Entscheidungen werden auf der Grundlage der von der Akademienunion aufgestellten Programm- und Finanzplanung gefällt.

Zur Ausschreibung des Akademienprogramms für 2022

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