AWK - Forschungsvorhaben im Akademienprogramm

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Forschungsvorhaben im Akademienprogramm

Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes   

Das Akademienprogramm dient der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes. Es ist derzeit das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Es wird von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert und fördert Langzeitforschungen in der geisteswissenschaftlichen, aber auch in der sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Träger des Programms und zuständig für die Bearbeitung der Vorhaben sind die acht in der Akademienunion zusammengeschlossenen Akademien und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Das Akademienprogramm umfasst bei einem Finanzvolumen von knapp 67 Millionen Euro insgesamt 144 Vorhaben mit rund 200 Arbeitsstellen. Diese setzen sich zusammen aus 21 Wörterbüchern, 121 Editionen sowie zwei Projekten aus der sozial- und kulturwissenschaftlichen Grundlagenforschung. In den Vorhaben sind insgesamt etwa 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mehr als 100 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer engagieren sich darüber hinaus ehrenamtlich in den Vorhaben (Stand 2018).

Regelmäßige Evaluierungen durch externe Wissenschaftler/innen aus der internationalen Scientific Community sichern den Qualitätsstandard der hier entstehenden Wörterbücher, Lexika und Editionen aus den Gebieten der Theologie, Philosophie, Geschichte, Literatur- und Sprachwissenschaften, Kunstgeschichte und Archäologie, Inschriften- und Namenforschung, der Musikwissenschaft sowie der naturwissenschaftlichen Langzeitbeobachtungen und der Grundlagenforschung in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Nur dank der Struktur der Akademieforschungsstellen und ihrer sie betreuenden Kommissionen ist es möglich, solch langfristig angelegte und sehr umfangreiche Forschungsprojekte kontinuierlich auf hohem Niveau zu bearbeiten, ohne an die Lebenszeit einzelner Personen und die begrenzte Kapazität einzelner Einrichtungen gebunden zu sein.

Der Wissenschaftsrat hat das Akademienprogramm positiv evaluiert und festgestellt, dass die Vorhaben des Akademienprogramms häufig, in einigen Fällen sogar weltweit, das Zentrum für bestimmte Forschungsthemen sind, die Qualität und Forschungsleistung beachtlich ist und im Beitrag der Forschungsergebnisse dieses Programms zu den empirischen Grundlagen z. B. der Philosophie, der Geschichte, der Theologie und der Philologien, eine sehr wichtige und zentrale Leistung liegt.

Zentrale Koordinierungsstelle Digital Humanities der Akademie

Die geisteswissenschaftliche Forschung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Digitale Methoden und Technologien sind inzwischen Bestandteil aller Akademie-Projekte. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hat daher seit 2015 dem Cologne-Center for eHumanities (CCeH), eine Einrichtung der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln, die Funktion einer „Zentralen Koordinierungsstelle Digital Humanities der NRW-Akademie“ übertragen. Das CCeH, das die Akademie bereits seit vielen Jahren bei der Digitalisierung von laufenden Akademie-Projekten unterstützt, erhält dadurch eine Vielzahl weiterer Aufgaben, die es für die Akademie, sozusagen als ihre externe DH-Abteilung, durchführt. So übernimmt das CCeH die umfassende digitale Betreuung und Beratung der Akademie und ihrer Projekte, insbesondere die Entwicklung neuer übergreifender Konzepte an der Schnittstelle von Informationstechnologien und Geisteswissenschaften, die Organisation von Maßnahmen zum Kompetenzaufbau im DH-Bereich für Mitarbeiter in den Akademie-Vorhaben sowie die Entwicklung von Konzepten zur nachhaltigen Sicherung der Forschung durch Archivierung, Sicherung und Bereitstellung der Ergebnisse. Das CCeH als zentrale Koordinierungsstelle DH berät ferner das Präsidium der Akademie in Fragen der digitalen Geisteswissenschaften auf der Ebene der Akademien-Union und handelt für die Akademie in operativen digitalen Angelegenheiten, wie z. B. der Antragstellung im Rahmen einschlägiger Fördermaßnahmen.

Das CCeH als ein auf den Feldern der Digital Humanities breit aufgestelltes und weithin anerkanntes Kompetenzzentrum erhält durch den langfristigen Kooperationsvertrag mit der Akademie die Möglichkeit, eine stabile Struktur aufzubauen, die kontinuierlich die notwendige fachliche und technische Kompetenz sowie personelle Ressourcen für die Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Forschungsvorhaben zur Verfügung stellt. Die Akademie profitiert von der Kooperation mit einem starken Kompetenzzentrum, das die einzelnen Akademie-Projekte durch zusätzliche übergreifende methodische und technische Kompetenzen unterstützt.

Die wissenschaftliche Leitung der Zentralen Koordinierungsstelle obliegt dem Sprecher des CCeH, Professor Dr. Andreas Speer, der auch Mitglied der Akademie ist. Die Geschäftsführung der Zentralen Koordinierungsstelle liegt bei Professor Dr. Patrick Sahle, der die operative Leitung hat und die administrativen und organisatorischen Aufgaben koordiniert.

http://www.cceh.uni-koeln.de

AGATE - Forschungsinformationssystem der Wissenschaftsakademien

AGATE - Forschungsinformationssystem der Wissenschaftsakademien Foto: Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz

Über das neue Forschungsinformationssystem der Akademienunion AGATE - A European Science Academies Gateway for the Humanities and Social Sciences ist der reiche Wissensschatz geisteswissenschaftlicher Forschungsthemen und Fragestellungen, der in den Akademien erarbeitet wird, ebenso wie die dazugehörigen Methoden und Forschungswerkzeuge erstmals einheitlich klassifiziert und online recherchierbar.

Im AGATE-Portal finden sich die derzeit laufenden Forschungsprojekte aus dem Akademienprogramm, dem gemeinsamen Forschungsprogramm der Akademien, in deutscher und englischer Sprache. Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland und wird von der Akademienunion koordiniert. Das langfristige Ziel von AGATE ist es, eine paneuropäische digitale Plattform aufzubauen, welche die Sichtbarkeit der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung an den europäischen Akademien stärkt. Zudem sollen durch die Plattform internationale Kooperationen befördert sowie die Auffindbarkeit der häufig in den sogenannten „Kleinen Fächern“ stattfindenden Akademieforschung deutlich verbessert werden.

Ausschreibung Akademienprogramm

Seit 2006 wird das Akademienprogramm jährlich ausgeschrieben. Um darin aufgenommen zu werden, müssen geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte folgende Kriterien erfüllen: überregionale gesamtstaatliche Bedeutung, hohe wissenschaftliche Relevanz, eine Laufzeit zwischen 12 und 25 Jahren und ein finanzielles Mindestvolumen von 120.000 Euro im Jahr. Über den Haushalt des Akademienprogramms, über die Aufnahme von Neuvorhaben und die Fortführung von laufenden Projekten entscheidet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, in welcher der Bund und die Bundesländer vertreten sind. Die Entscheidungen werden auf der Grundlage der von der Akademienunion aufgestellten Programm- und Finanzplanung gefällt.

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Forschungsprojekte in der Akademie

Ausstellung im Landtag Nordrhein-Westfalen vom 4. bis 5. Juni 2014

v.l.n.r. Akademiepräsident Hanns Hatt, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Ausstellung im Landtag, von links nach rechts: Akademiepräsident Hanns Hatt, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg

Zwei Tage lang präsentierten sich die Forschungsprojekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Düsseldorfer Landtag der Öffentlichkeit. In seiner Begrüßungsrede hob Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg im Beisein von Akademiepräsident Professor Hanns Hatt und der Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze hervor, dass die Akademie eine vorbildliche Kultur des Dialogs mit der Öffentlichkeit pflege. Der Landtag, der 1969 mit der einstimmigen Verabschiedung des Gesetzes über die "Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften" schließlich so etwas wie der "Geburtshelfer" der Akademie gewesen sei, freue sich, Gastgeber für die Akademie zu sein und dieser ein Forum für die Ausstellung bieten zu können. Die zahlreichen Gäste zeigten sich dabei beeindruckt von der Themenbreite der Langzeitforschungsprojekte im Akademienprogramm.Schwerpunkt des Programms sind fach- und fremdsprachliche Wörterbücher sowie Editionen aus Theologie, Philosophie, Geschichts- und Musikwissenschaft. Als "Wissensspeicher für die Zukunft" tragen die Projekte maßgeblich zu dem hohen Stand und Stellenwert geisteswissenschaftlicher Forschung in Deutschland bei.

Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - Begrüßungsrede Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg
Ausstellung im Landtag über die Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Begrüßungsrede Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - Begrüßung
Ausstellung der Forschungsprojekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Landtag, Begrüßung.
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - Begrüßung durch die Ministerin für Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Ausstellung im Landtag, Begrüßung durch die Ministerin für Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - Begrüßungsrede von Akademiepräsident Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt
Ausstellung der Forschungsprojekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Landtag, Begrüßungsrede von Akademiepräsident Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - Begrüßung durch den Akademiepräsidenten
Ausstellung der Forschungsprojekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Landtag, Begrüßung durch den Akademiepräsidenten
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 1
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 1
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 2
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 2
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 3
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 3
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 4
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag 4
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Akademiepräsident Hanns Hatt
Ausstellung der Forschungsprojekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Landtag, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Akademiepräsident Hanns Hatt
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften - Ausstellung im Landtag - "Kulte im Kult. Der sakrale Mikrokosmos extraurbaner Heiligtümer"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Ausstellung im Landtag, Projekt: "Kulte im Kult. Der sakrale Mikrokosmos extraurbaner Heiligtümer"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - "Ethik in den Biowissenschaften"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - "Ethik in den Biowissenschaften"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - "Sammlung, Kommentierung und Herausgabe von Papyrusurkunden"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Ausstellung im Landtag, "Sammlung, Kommentierung und Herausgabe von Papyrusurkunden"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften - Ausstellung im Landtag - "Arthur Schnitzler. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931)"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften - Ausstellung im Landtag - "Arthur Schnitzler. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931)"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste - Ausstellung im Landtag - "Textdatenbank und Wörterbuch des klassischen Maya"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste - Ausstellung im Landtag - "Textdatenbank und Wörterbuch des klassischen Maya"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften - Ausstellung im Landtag - "Deutsche Inschriften des Mittelalters"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften - Ausstellung im Landtag - "Deutsche Inschriften des Mittelalters"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - "Novum Testamentum Graecum. Editio critica maior"
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag - „Novum Testamentum Graecum. Editio critica maior“
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften - Ausstellung im Landtag - v.l.n.r. Prof. Dr. Nikolai Grube, Ministerin für Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze, Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt
Ausstellung der Forschungsprojekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften im Landtag, von links nach rechts: Prof. Dr. Nikolai Grube, Ministerin für Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze, Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt
Forschungsprojekte in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Ausstellung im Landtag
Ausstellung der Forschungsprojekte der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Landtag
 

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