AWK - Averroes und die aristotelische Naturphilosophie

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Inhalt

Auf einen Blick
  • Beginn: 2016
  • Laufzeit: 2040
  • Ziel: Edition aller Kommentare Ibn Rušds zur aristotelischen Naturphilosophie
  • Leiter: Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer, Juniorprofessor Dr. David Wirmer
  • Standort: Thomas-Institut der Universität zu Köln
  • Webseite (extern): besuchen
  • E-Mail: thomas-institut@uni-koeln.deschreiben

Averroes (Ibn Rušd) und die arabische, hebräische und lateinische Rezeption der aristotelischen Naturphilosophie

Die Aristoteleskommentare des Ibn Rušd oder Averroes (1126-1198) bilden eine Summe der spätantiken und der arabischen Rezeption der griechischen Philosophie. Als solche haben sie vor allem in ihren lateinischen und hebräischen Übersetzungen über Jahrhunderte einen prägenden Einfluss auf die jeweiligen Wissensdiskurse ausgeübt, insbesondere im Bereich der Naturphilosophie. Das Projekt hat einen noch unerschlossenen Ausschnitt aus Ibn Rušds Naturphilosophie zum Gegenstand, der zugleich einen Querschnitt durch die drei Sprachzweige der Überlieferung legt. Den vielfachen Verschränkungen in der arabischen, hebräischen und lateinischen Überlieferung dieser Texte wird durch die konsequente dreisprachige Ausrichtung der in fünf Teilprojekten organisierten Editionen Rechnung getragen. Thematisch geht es um die vollständige Edition aller Kommentare Ibn Rušds zur Naturphilosophie. Methodisch geht es darum, die Erforschung von Ibn Rušds erster Kommentarserie (die sogenannten Epitomai), die bisher nahezu keine kritische Edition erhalten hat, auf eine sichere Basis und in den Kontext ihrer Vorbilder aus der Hand Ibn Bāğğas (ca. 1075-1139) zu stellen. Hinsichtlich der lateinischen Überlieferung geht es um Vervollständigung und Abschluss der kritischen Edition aller Übersetzungen der naturphilosophischen Schriften Ibn Rušds aus dem 13. Jahrhundert. Für die Verknüpfung und den Vergleich der drei Sprachtraditionen und für die Aufbereitung der bestehenden Editionen und Vorarbeiten sowie für die Dokumentation aller Ergebnisse und Zwischenergebnisse des Projekts und die nachhaltige digitale Erschließung aller relevanten Materialien soll die bestehende digitale Plattform Digital Averroes Research Environment (DARE) Verwendung finden.