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Deutsche Inschriften
Auf einen Blick
  • Beginn: 1978
  • Laufzeit: voraussichtlich bis Ende 2015
  • Ziel: Erfassung und Kommentierung deutscher Inschriften in NRW aus den Jahren 500 bis 1650 n. Chr.
  • Leiter: Prof. Dr. Theo Kölzer
  • Standort: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Informationsbroschüre: ansehen
  • Kontakt: E-Mail schreiben
  • Webseite (extern): besuchen

Deutsche Inschriften

Erforschung mittelalterlicher Inschriften aus NRW

Das Akademievorhaben „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters“ erfasst, kommentiert und editiert die noch erhaltenen oder überlieferten Inschriften des Landes Nordrhein-Westfalen aus den Jahren 500 bis 1650 nach Christus.

Das interdisziplinäre Forschungsteam analysiert eine Vielzahl unterschiedlicher Inschriftenträger. Dazu gehören Grabdenkmäler, Glocken, Gebäude und Denkmäler, Fenster, Gemälde, liturgische Geräte und Gewänder oder Alltagsgegenstände. Mehr als 6000 Inschriften konnten auf diese Weise in Editionsbänden dokumentiert und Wissenschaftlern und Laien zugänglich gemacht werden.

Die Editionsbände präsentieren die Inschriften einer Stadt oder eines Kreises in den heutigen Verwaltungsgrenzen. Chronologisch geordnet werden die Inschriften nach wissenschaftlichen Kriterien wiedergegeben und gegebenenfalls übersetzt. Zusätzlich werden die Inschriften mit einem Kommentar ergänzt, der sie in ihren funktionalen und historischen Zusammenhang stellt und kunsthistorische, schrift- oder sprachgeschichtliche Aspekte erläutert.

Das Akademievorhaben widmet sich der dringenden Aufgabe, dieses wertvolle Kulturgut dauerhaft zu sichern, denn viele Inschriften sind zunehmend von Umwelteinflüssen gefährdet und laufen Gefahr unwiederbringlich verloren zu gehen. Dabei werden nicht nur die im Original erhaltenen Inschriften erfasst, sondern auch solche, die nur in Abschriften, Zeichnungen oder Fotografien überliefert sind.


Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1.Juli 2016

Dr. Ulrike Spengler-Reffgen

Seit 1978 erforscht das Akademievorhaben „Die Deutschen Inschriften des Mittel-alters“ die noch erhaltenen oder überlieferten Inschriften des Landes Nordrhein-Westfalen aus den Jahren 500 bis 1650 nach Christus. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Stadtmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Reichert-Verlag präsentierte die Bonner Forschungsstelle im Stadtmuseum Düsseldorf das aktuellste Produkt ihrer Forschungsarbeit: den Band „Die Inschriften der Stadt Düsseldorf “. Der als Nummer 89 in der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ erschienene Band umfasst für das Gebiet der heutigen Stadt Düsseldorf die Inschriften aus nachrömischer Zeit bis zum Tod Pfalzgraf Wolfgang Wilhelms im Jahr 1653. Knapp 60 Prozent dieser Inschriften sind vollständig oder teilweise erhalten, die übrigen in Abschriften oder auf Abbildungen überliefert. Prof. Dr. Theo Kölzer, bis Anfang 2016 Projektleiter der Forschungsstelle und die Herausgeberein des Bandes, Dr. Ulrike Spengler-Reffgen, gaben bei der Buchpräsentation spannende Einblicke in ihre Forschungsarbeit. Diese führte die Forsche-rinnen und Forscher an die unterschiedlichsten Orte Düsseldorfs. In alten Kirchen, vergessenen Kellern oder Grabdenkmälern wurden entsprechende Inschriften gesucht und auf den verschiedensten Gegenständen gefunden. Dies konnten Glocken, Kirchenfenster, Grabplatten, Grabkreuze, liturgische Gewänder oder auch schlichte Gebrauchsgegenstände sein. Ebenso vielfältig wie das Material waren auch die Techniken der Inschriftenherstellung; sie wurden gemeißelt, graviert, in Emaille gegossen oder gestickt. Die Vielfalt der Inschriftenart reichte vom Monogramm bis zum Gedicht, von der ungelenken Kritzelei bis zum sorgfältig gearbeite-ten Kunstwerk. Die Kaiserswerther Königspfalz, die ehemalige Stiftskirche St. Suitbertus sowie die beiden 1688 abgebrochenen Kirchen St. Georg und St. Walburgis sind bzw. waren die Standorte der ältesten Inschriften Düsseldorfs (11./12. Jahrhundert). Zu den bedeutendsten Standorten innerhalb des alten Stadtgebiets zählen die ehemalige Stifts- und Pfarrkirche St. Marien/St. Lambertus, die ehemalige Kreuzherrenkirche sowie die ehemalige Jesuitenkirche St. Andreas. Für diese sind zahlreiche Inschriften mit Bezug zum herzoglichen Hof sowie dem Adel und der bürgerlichen Beamtenschaft in dessen Umfeld, darunter auch die Inschriften fürstlichen Totengedenkens in St. Lambertus und St. Andreas, überliefert. Ein herausragendes Beispiel herzoglicher Memorialkultur stellt das 1599 fertig gestellte Epitaph für Herzog Wilhelm den Reichen von Jülich-Kleve- Berg (†1592) dar. Aufschluss über das herzogliche Selbstverständnis und die zeitgenössische Prachtentfaltung bei Hofe gaben insbesondere die im Zusammenhang mit der Düsseldorfer Fürstenhochzeit von 1585 überlieferten Inschriften. Insgesamt konnten 226 Inschriften im Düsseldorfer Inschriftenband dokumentiert und zugänglich gemacht werden.

Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf
Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf
Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf
Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf
Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf
Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf
Dr. Ulrike Spengler-Reffgen - Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf
Dr. Ulrike Spengler-Reffgen - Buchpräsentation: Die Inschriften der Stadt Düsseldorf am 1. Juli 2016 im Stadtmuseum Düsseldorf