AWK - Ethik in den Biowissenschaften

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Prof. Dr. Dieter Sturma, Leiter der Forschungsstelle
Auf einen Blick
  • Beginn: 2004
  • Laufzeit: voraussichtlich bis 2028
  • Ziel: Förderung und Vernetzung der in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik geführten bioethischen Debatten
  • Leiter: Prof. Dr. Dieter Sturma
  • Standort: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Kontakt: E-Mail schreiben
  • Publikationen: Übersicht ansehen
  • Webseite (extern): besuchen

Ethik in den Biowissenschaften

Ethische Urteilsbildung

Die Forschung in den modernen Lebenswissenschaften hat in den vergangenen Jahrzehnten vielfältige neuartige Technologien und Verfahren hervorgebracht. Auch wenn der Nutzen vieler der so entstandenen neuen Handlungsmöglichkeiten unbestritten ist, so werfen sie doch oftmals erhebliche normative Fragen auf. Diese betreffen sehr verschiedenartige Themenfelder wie etwa den Umgang mit Stammzellforschung, die Bedeutung von Patientenverfügungen bei Demenzerkrankungen oder die Frage nach dem Wert von Biodiversität.

Die Erschließung der für die qualifizierte Urteilsbildung relevanten Aspekte dieser Fragestellungen stellt eine eigene wissenschaftliche Herausforderung dar, die eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den normativen und den relevanten biomedizinischen Disziplinen verlangt.

Das seit 1999 bestehende Forschungsvorhaben "Grundlagen, Normen und Kriterien der ethischen Urteilsbildung in den Biowissenschaften" schafft diese Grundlagen für qualifizierte bioethische Debatten. Dazu zählen die Erarbeitung von relevanten interdisziplinären Informationen, die zu berücksichtigenden gesellschaftlichen Fragen und die maßgebenden Grundlagen einer fachgerechten Urteilsfindung für Diskussionen in der Bioethik.

Das Projekt unterstützt damit zentrale wissenschaftliche, gesellschaftliche und politische Dialoge im deutschen, europäischen und internationalen Kontext. Ein Informations- und Dokumentationszentrum stellt mit umfangreichen Datensätzen die weltweit größte Quelle für bioethische Informationen aus den verschiedenen Bereichen der Lebenswissenschaften dar.

Die erarbeiteten Publikationen und Veranstaltungen sind somit nicht nur für Forscher, Journalisten und Politiker interessant, sondern auch gesamtgesellschaftlich bedeutsam.