AWK - Novum Testamentum Graecum

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Novum Testamentum Graecum
Auf einen Blick
  • Beginn: Vorarbeiten ab 1958; seit 2007 unter der Leitung der NRW-Akademie
  • Laufzeit: voraussichtlich bis 2030
  • Ziel: Rekonstruktion des griechischen Urtextes des Neuen Testaments; Dokumentation der Textgeschichte; Weiterentwicklung der Kohärenzbasierten Genealogischen Methode und Schaffung einer Arbeitsumgebung im Internet, in der Nutzer die Methode selbst anwenden können
  • Leiter: Prof. Dr. Holger Strutwolf
  • Standort: Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Kontakt: E-Mail schreiben
  • Informationsbroschüre: ansehen
  • Webseite (extern): besuchen

Novum Testamentum Graecum

Die Rekonstruktion des Neuen Testaments

Das Akademievorhaben „Novum Testamentum Graecum. Editio critica maior“ widmet sich der Erforschung und Rekonstruktion des griechischen Urtextes des Neuen Testaments. Die neutestamentlichen Texte sind zwar weltweit in über 5000 Dokumenten überliefert, allerdings sind die Urschriften allesamt verschollen.

Im Laufe der Zeit entstanden durch unterschiedliche Lesarten und Deutungen in den Überlieferungen teils stark ausgeprägte Textvarianzen. Erstmalig in der Wissenschaftsgeschichte ist es möglich geworden, das gesamte verfügbare handschriftliche Material wie auch eine überaus große Zahl handschriftlicher Zitate christlicher Schriftsteller und die alten Übersetzungen der Texte, vor allem in das Lateinische, Koptische und Syrische, bei der Rekonstruktion des Ausgangstextes heranzuziehen und auszuwerten.

Das Forschungsprojekt analysiert mit Hilfe eines eigens entwickelten Computerprogramms die Textunterschiede und dokumentiert die griechische Textgeschichte des ersten Jahrtausends. Unter Rückgriff auf die Kohärenzbasierte Genealogische Methode, die auch zufälligen Mehrfachentstehungen von Varianten Rechnung trägt, werden dann genealogische Zusammenhänge in dem umfangreichen Material hergestellt und die Ursprünge der unterschiedlichen Lesarten enthüllt.