AWK - Altägyptisches Totenbuch

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Arbeit am Altägyptischen Totenbuch
Auf einen Blick
  • Beginn: 1994, seit 2004 unter Leitung der NRW-Akademie
  • Laufzeit: bis Ende 2012
  • Ziel: Aufbau einer Datenbank aller heute noch auffindbarer altägyptischer Totenbücher samt Bild und Textübersetzung der Sprüche; Erstellung einer Bibliographie zum Altägyptischen Totenbuch; Erarbeitung von Hilfsmitteln für die Datierung von Handschriften; Analyse des Totenbuch-Wortschatzes
  • Leiterin: Prof. Dr. Ursula Rößler-Köhler
  • Standort: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Kontakt: E-Mail schreiben
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Altägyptisches Totenbuch

Lebensregeln und Tabuvorschriften im Alten Ägypten

Das Totenbuch ist eine Sammlung von rund 200 Sprüchen, die im Alten Ägypten in unterschiedlicher Auswahl Verstorbenen mit ins Grab gegeben wurden. Dieser Brauch spielte vom Beginn des Neuen Reiches (um 1600 v. Chr.) bis in die späte Ptolemäerzeit bzw. frühe Römerzeit (1. Jh. n. Chr.) eine zentrale Rolle, denn die Sprüche dienten dem Verstorbenen als Argumentationshilfe, um sich vor dem Totengericht für sein Leben zu verantworten. Nur bei bestandener Prüfung erwartete den Verstorbenen ein Leben nach dem Tod.

Papyrusrollen, aber auch Mumienbinden, Leichentücher, Särge oder Grab- und Tempelwände wurden damit beschriftet und bebildert. Sie behandeln zudem die wesentlichen Inhalte des altägyptischen Jenseitsglaubens: den Wunsch nach körperlicher Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit, nach Versorgung, Abwehr von Gefahren und Aufnahme unter die Götter. Das Bonner Totenbuch-Projekt, welches bereits seit 1994 systematisch Informationen und Bildmaterial über alle noch vorhandenen Totenbücher sammelt, wurde 2004 in das Akademienprogramm aufgenommen.

Das Hauptaugenmerk des Projekts liegt auf der Edition ausgewählter Totenbuchhandschriften. Die beiden Pfeiler der Edition bilden repräsentative Textzeugen aus den verschiedenen Belegungsperioden auf der einen Seite und außergewöhnliche Handschriften auf der anderen Seite. Daneben sammelt das Projekt die über die Museen, Sammlungen und Bibliotheken der Welt verstreuten Manuskripte mit allen verfügbaren Daten in seinem Archiv. Dieses weltweit größte Totenbuch-Archiv mit ca. 3000 Objekten wird international von Wissenschaftlern und anderen Interessierten intensiv genutzt.

Weitere Arbeitsbereiche umfassen die Analyse des Totenbuch-Wortschatzes, die Erstellung einer Bibliographie zum Altägyptischen Totenbuch sowie die Erarbeitung von Hilfsmitteln zur Datierung der Handschriften.


„Nicht für das Leben lernen wir,sondern für den Tod“ - Abschied von einer Totenbuchtradition

Abschlussveranstaltung des Akademienprojektes „Edition des
altägyptischen Totenbuches vom Neuen Reich bis zur Römerzeit“
am 19. Februar 2013

Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - v.l.n.r. Dr. Stephen Quirke, Dr. Rita Lucarelli, Dr. Marcus Müller, Dr. Florence Albert, Felicitas Weber (M.A.), Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek, Dr. des. Patrick Sahle, Dipl. Reg.-Wiss. Ulrike Henny, Aris Legowski (M.A.)
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - v.l.n.r. Dr. Stephen Quirke, Dr. Rita Lucarelli, Dr. Marcus Müller, Dr. Florence Albert, Felicitas Weber (M.A.), Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek, Dr. des. Patrick Sahle, Dipl. Reg.-Wiss. Ulrike Henny, Aris Legowski (M.A.)

Etwa zwei Jahrzehnte lang widmete sich das Totenbuch-Projekt, das an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angesiedelt war, der Erschließung und Erforschung des ägyptischen Totenbuchs. Diese Textsammlung, vorwiegend auf Papyrus aufgetragen und bebildert, gewährt Einblicke, wie sich die Ägypter das Jenseits vorstellten, welche Ängste, aber auch welche Hoffnungen sie damit verbanden.

Das Hauptaugenmerk des Projekts lag auf der Edition ausgewählter Totenbuchhandschriften. Die beiden Pfeiler der Edition bildeten repräsentative Textzeugen aus den verschiedenen Belegungsperioden auf der einen Seite und außergewöhnliche Handschriften auf der anderen Seite. Daneben sammelte das Projekt die über die Museen, Sammlungen und Bibliotheken der Welt verstreuten Manuskripte mit allen verfügbaren Daten in seinem Archiv. Dieses weltweit größte Totenbuch-Archiv mit ca. 3000 Objekten wurde international von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und anderen Interessierten intensiv genutzt. Damit auch andere Forscher auf diese Daten zugreifen können, ist das Archiv seit März 2012 im Internet unter http://totenbuch.awk.nrw.de öffentlich zugänglich.

Zum Abschluss des Vorhabens stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre tägliche Arbeit vor, präsentierten die Ergebnisse und zeigten auf, wie ein projektbezogenes Archiv über die Laufzeit hinaus verwendbar bleibt. Die Finanzierung erfolgte bis 2012 im Rahmen des Akademienprogramms, seit 2004 unter Leitung der Nordrhein-Westfälischen Akademie.

Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Begrüßung Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Begrüßung Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - v.l.n.r. Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek, Dr. Marcus Müller
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - v.l.n.r. Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek, Dr. Marcus Müller
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Einführung Dr. Marcus Müller - Abschied von einer Totenbuchtradition
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Einführung Dr. Marcus Müller - Abschied von einer Totenbuchtradition
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Einführung Dr. Marcus Müller
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Einführung Dr. Marcus Müller
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Stephen Quirke - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Stephen Quirke - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Stephen Quirke
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Stephen Quirke
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Rita Lucarelli - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Rita Lucarelli - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Rita Lucarelli
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Rita Lucarelli
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Florence Albert - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. Florence Albert - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Felicitas Weber, M.A. - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Felicitas Weber, M.A. - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Felicitas Weber, M.A.
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Felicitas Weber, M.A.
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Aris Legowski, M.A. - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Aris Legowski, M.A. - Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Aris Legowski, M.A.
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Aris Legowski, M.A.
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. des. Patrick Sahle - Aspekte digitaler Forschung am Beispiel des Totenbuch-Projekts
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. des. Patrick Sahle - Aspekte digitaler Forschung am Beispiel des Totenbuch-Projekts
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dipl. Reg.-Wiss. Ulrike Henny - Aspekte digitaler Forschung am Beispiel des Totenbuch-Projekts
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dipl. Reg.-Wiss. Ulrike Henny - Aspekte digitaler Forschung am Beispiel des Totenbuch-Projekts
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. des. Patrick Sahle
Forschung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht - Vortrag Dr. des. Patrick Sahle

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Programm

Begrüßung
Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek
Vizepräsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Einführung | Moderation
Dr. Marcus Müller
Totenbuch-Projekt, Universität Bonn

Vorträge

  • Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht
    Dr. Stephen Quirke
    The Petrie Museum, University College London
  • Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
    Dr. Florence Albert / Dr. Rita Lucarelli / Felicitas Weber, M.A. / Aris Legowski, M.A.
    Totenbuch-Projekt, Universität Bonn
  • Aspekte digitaler Forschung am Beispiel des Totenbuch-Projekts
    Dipl. Reg.-Wiss. Ulrike Henny / Dr. des. Patrick Sahle
    Cologne Center for eHumanities (CCeH), Universität zu Köln

Schlusswort

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