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28.10.2013

Stiftung Mercator übergibt nach sieben erfolgreichen Jahren die Förderung des Jungen Kollegs an das Land NRW

Vor rund 100 geladenen Gästen aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft hat die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste mit einer feierlichen Festveranstaltung das siebenjährige Engagement der Stiftung Mercator für das Junge Kolleg gewürdigt. Mit dem Projekt Junges Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste wurden seit 2007 insgesamt 68 hervorragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler verschiedenster Disziplinen finanziell, fachlich und ideell unterstützt.

Staffelübergabe in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

v.l.n.r. Rüdiger Frohn, Staatssekretär a. D., Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator; Svenja Schulze MdL, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen; Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Die Förderung der Stiftung Mercator ermöglichte es, die Forschungsarbeit der Mitglieder des Jungen Kollegs mit einem Forschungsstipendium in Höhe von zehntausend Euro jährlich zu unterstützen.
Zusätzlich ermöglichte das Programm die Durchführung von Workshops, Symposien und Auslandsaufenthalten, sowie die Publikation der in Arbeitsgruppen entstandenen Schriften.

Mit einem Fördervolumen von rund 2,9 Millionen Euro handelte es sich seinerzeit um eines der größten Förderprogramme einer privaten Stiftung zur Förderung des exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen. Diese Unterstützung läuft regulär am Ende des Jahres 2013 aus. Das Junge Kolleg geht ab 2014 in die Förderung des Landes NRW über.

„Das Junge Kolleg hat den Wissenschaftsstandort NRW nachhaltig gestärkt. Die Fortführung dieser für Nachwuchswissenschaftler so wichtigen Institution durch das Land NRW im Anschluss an unsere Initiative begrüßen wir daher sehr. Es ist ein Paradebeispiel gelungener Stiftungsarbeit und entspricht unserem Anspruch, Projekte erfolgreich zu entwickeln und zu etablieren, um sie dann langfristig institutionell zu verankern“, erläutert Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung  der Stiftung Mercator.

„Die große Stärke und der Erfolg des Jungen Kollegs liegen in seiner inter- und transdisziplinären Ausrichtung durch den Austausch unter den Kollegiaten, aber auch in der Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Akademie. Dadurch ist ein höchst spannender Diskurs zwischen den Generationen entstanden. Die Aufnahme in das Junge Kolleg, das zeigt die Berufungsstatistik der vergangenen Jahre, ist außerdem ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die berufliche Karriere seiner Mitglieder. Von den ersten drei Jahrgängen lehren heute 80 Prozent als ordentliche Professoren, gut die Hälfte von ihnen in Nordrhein-Westfalen. Mein Dank gilt der Stiftung Mercator für diese Vorbild gebende Initiative und dem Land Nordrhein-Westfalen für seine Bereitschaft, diese ab 2014 fortzuführen“, so der Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt in seinem Resümee.

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hatte im Jahr 2006 gemeinsam mit der Stiftung Mercator ein Förderprogramm ins Leben gerufen, um den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs der Nordrhein-Westfälischen Universitäten ideell und finanziell zu unterstützen: das Junge Kolleg. Die Fördervereinbarung zur Gründung des Jungen Kollegs wurde am 1. September 2006 von dem damaligen Präsidenten der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Manfred J. M. Neumann, und der Stiftung Mercator unterzeichnet. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein Westfalen hat das Projekt bereits in den vergangenen Jahren personell unterstützt.

Die Mitglieder des Jungen Kollegs werden in einem zweistufigen Verfahren jeweils für eine Dauer von vier Jahren ausgewählt. Die Bereitschaft zum inter- und transdisziplinären Diskurs, internationale wissenschaftliche Erfahrung und hochkarätige Veröffentlichungen sind wesentliche Qualifikationskriterien für die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten.