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05.12.2013

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis für Prof. Dr. Rainer Waser

Prof. Dr. Rainer Waser, Nanoelektronik/Materialwissenschaft, RWTH Aachen und Peter Grünberg Institut des Forschungszentrums Jülich, erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2014. Er ist seit 2006 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (Klasse für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften). In der Begründung heißt es: "Rainer Waser ist auf herausragende Weise zugleich Naturwissenschaftler und Ingenieur. Sein wissenschaftliches Werk ist außergewöhnlich breit und spannt sich von der reinen Festkörperchemie über die sogenannte Defekt-Chemie bis hin zu elektronischen Eigenschaften und Modellierungen sowie von der Technologie neuer Materialien bis hin zu Arbeiten, die sich mit den physikalischen Eigenschaften von Bauelementen beschäftigen."

Foto: RWTH Aachen

Professor Dr. Rainer Waser (Foto: RWTH Aachen)

"Bereits seine frühen Untersuchungen zur elektrischen Degradation von Oxiden waren wegweisend und sind bis heute eine Grundlage für die Entwicklung der immer wichtigeren Ferroelektrika, ebenso seine Untersuchungen zu ferroelektrischen dünnen Filmen. Ein überaus wichtiges Forschungsthema Wasers sind resistive Schalter als Speicher in der Informationstechnologie. Nachdem erste Ansätze hierzu seit den 1960er-Jahren von anderen Forschern verfolgt worden waren, aber weder zu einer wissenschaftlichen Durchdringung noch zu einer technologischen Perspektive geführt hatten, war es 2006 Rainer Waser, der den grundlegenden Mechanismus für die Schalteigenschaft klärte. Dies eröffnete zum einen neue Wege für die Miniaturisierung von Speicherelementen. Zum anderen erwächst daraus ein riesiges Potenzial für einen schonenderen Ressourceneinsatz, da sich resistive Speicherelemente mit dreimal weniger Energie als herkömmliche Elemente schalten lassen."