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19.10.2015

Forschungstag des Jungen Kolleg „Das Fremde – Annäherung und Ausgrenzung“ am 23.10.2015

Der Forschungstag 2015 soll aus der Sicht verschiedener Forschungsdisziplinen sowie erstmals aus künstlerischer Perspektive Möglichkeiten der Begegnung mit dem Fremden darstellen. Rozbeh Asmani zeigt in seiner Ausstellung den komplexen Zusammenhang von Farbe, Macht und Identität auf.

Das Fremde und die Begegnung und Auseinandersetzung mit ihm ist ein Phänomen der menschlichen Existenz, das im alltäglichen Leben gleichermaßen wie in der Forschung der unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen gegenwärtig ist. Als fremd empfunden werden kann vieles: Menschen und Kulturen, Dinge und Ideen. Fremdes fasziniert und entzieht sich, scheint bedrohlich oder vielversprechend. Im Rahmen des Forschungstags begegnet es z.B. als Angehörige einer anderen Kultur, als einem anderen Körper entnommene Organe, als eine andere Form von Materie, die sich bis jetzt der exakten wissenschaftlichen Beschreibung entzieht.

Die Existenz des Unbekannten ist an sich ein Impuls für die Forschung: Sie analysiert sein Verhältnis zum Eigenen, erschließt sein nutzbares Potential oder warnt vor seinen Gefahren und versucht, diese abzuwehren. Sie kann Fremdheit hinterfragen und das Fremde letztendlich weniger fremd machen.

Jedoch wirkt sowohl im gesellschaftlichen Diskurs über das Fremde als auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit ihm ein komplexes Spannungsfeld aus Neugier und Angst, Ablehnung und Anverwandlung, Begeisterung und Abwehr, Integration und Ausgrenzung. Der Umgang mit dem Anderen kann konstruktiv oder destruktiv sein, rationale und emotionale Reaktionen spielen ihre Rolle.

 

Programm

Begrüßung 14.00 Uhr

  • Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt
    Präsident der Nordrhein-Westfälischen
    Akademie der Wissenschaften und der Künste

Grußworte

  • Svenja Schulze MdL
    Ministerin für Innovation, Wissenschaft und
    Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

  • Dr. Eva Maria Jung, Sprecherin des Jungen Kollegs

Session 1

Einführung und Moderation:
Jun.-Prof.'in Dr. Anne Sanders, Junges Kolleg
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Universität Bann

  • Kannibalen, Zombies und die Dynamik interkultureller Kontakte. Außereuropäische Blicke auf Europäer in der Frühen Neuzeit
    Dr. Christina Brauner, Junges Kolleg
    Fakultät für Geschichtswissenschaft, Universität Bielefeld
  • Alla turca - musikalischer Exotismus und die Lust am Fremden in der Wiener Klassik
    Dr. Judith I. Haug, Junges Kolleg
    Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, Universität Münster
  • Sind Migranten krimineller als Deutsche? - Von Ängsten und Realitäten
    Dr. Elisa Hoven, Junges Kolleg
    Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht, Universität zu Köln

Pause 16.00-16.30 Uhr

Session 2

Einführung und Moderation:
Prof. Dr. Florian Leese, Alumnus Junges Kolleg
Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Biologie, Arbeitsgruppe Aquatische Ökologie

  • Fremdes Blut rettet Leben
    PD Dr. Andrea U. Steinbicker, Junges Kolleg
    Fachärztin für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Münster
  • Das Fremde in mir: unser Mikrobiom
    Prof.‘in Dr. Verena Keitel-Anselmino, Junges Kolleg
    Klinik für Gastroenterologie, Universität Düsseldorf
  • Dunkle Materie und Dunkle Energie
    Prof. Dr. Claus Kiefer, Mitglied der Akademie
    Institut für Theoretische Physik, Universität zu Köln

Vernissage 18.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Farbe und Identität" von Rozbeh Asmani, Junges Kolleg

Im Gespräch: Rozbeh Asmani und Prof. Andreas Denk, Mitglied der Akademie

Mit der Ausstellung "Farbe und Identität" präsentiert Rozbeh Asmani eine Serie von Werken, in denen der Einfluss auf unser kollektives Gedächtnis durch Marken visualisiert wird. Weitere künstlerische Arbeiten widmen sich Symbolen nationaler und kultureller Identität.

Ausstellungsdauer: 23.10. - 20.11.2015

Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags, 12.00 - 17.00 Uhr

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Empfang ein.