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15.09.2016

Forschungstag des Jungen Kollegs am 28.10.2016 „Das Große im Kleinen entdecken? Herausforderungen und Potenziale im Wechsel der Maßstäbe“

Vom Leben in der Familie bis zur Globalisierung, vom Elementarteilchen bis zur Gravitationswelle, unsere Welt ist geprägt von Phänomenen und Prozessen, die auf unterschiedlichsten Skalen ablaufen, und die Forschende in den verschiedenen Disziplinen mit unterschiedlichen Maßstäben untersuchen. Der Forschungstag beschäftigt sich mit dem Wechsel von Skalen und den damit verbundenen Perspektiven in verschiedenen Forschungskontexten.

Allen gemein sind die grundlegenden Fragen, wie die Skalen und ihre jeweiligen Betrachtungsweisen zusammenwirken, und welche Erkenntnisse sich durch ein Arbeiten mit mehreren Maßstäben gewinnen lassen. Obschon jeder Zugang, mikroskopisch wie makroskopisch, seine Vorteile hat, lassen sich durch das Verknüpfen mehrerer Maßstabsebenen neue Einblicke in Prozesse und Musterbildungen gewinnen und weiterführende Forschungsfragen generieren. Neben methodischen Ansätzen, Skalenübergänge empirisch zu gestalten, stellen sich dabei auch Fragen nach der normativen Bedeutung von Skalen, deren Wahl, Defi nition und Anwendung. Dann erscheinen Skalen als menschlich gesetzte Systeme, die durch ihre zeitlich-kontextuelle Einbettung fehlbar bzw. manipulativ sein können und kritisch nach der Verlässlichkeit empirisch-phänomenologischer Beschreibungen und theoretischer Ableitungen fragen lassen. Der Forschungstag des Jungen Kollegs zielt auf einen konstruktiven wie kritischen Dialog, der von einer interdisziplinären Annäherung an Skalen und Maßstäbe ausgeht und in der Diskussion Mehrwert in konzeptioneller wie forschungspraktischer Hinsicht erarbeitet.

Programm

Begrüßung 15.00 Uhr

  • Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Grußworte

  • Svenja Schulze MdL, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Dr. Eva-Maria Jung, Sprecherin des Jungen Kollegs (JK)

Session 1

Einführung

  • Prof. Dr. Dario Anselmetti, (Mitglied der AWK), Universität Bielefeld

Vorträge

  • Vom Kleinen zum Großen in der Medizin – wie Mutationen Krankheiten auslösen, Jun.-Prof.’ in Dr. Ute Scholl, (JK), Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Vom Kleinen zum Großen in der Biotechnologie: Skaleneffekte bei der biotechnologischen Lichtnutzung, Jun.-Prof. Dr. Robert Kourist, (JK), Ruhr-Universität Bochum
  • Vom Einzelverhalten zum Gruppenverhalten: Skalensprünge aus der Sicht der Informatik, Jun.-Prof. Dr. Heiko Hamann, (JK), Universität Paderborn

Podium und Publikumsdiskussion I

  • Moderation: Dr. Christina Brauner, (JK), Universität Bielefeld

Pause 17.00 – 17.30 Uhr

Session 2

  • Das transatlantische Migrationssystem und ein Bergmann in Westfalen – oder: Wie schreibt man eine relationale Migrationsgeschichte?, Dr. Anne Friedrichs, (JK), Universität Bielefeld
  • Die Stadt als mehrskaliges Phänomen – Beispiele und Reflexionen zu interdisziplinärer Stadtforschung, Jun.-Prof.’ in Dr. Carola Neugebauer, (JK), RWTH Aachen
  • Kleine Strukturen – große Wirkung: Materialverhalten aus der Sicht der Mikrostruktur, Dr. Ralf Jänicke, (JK), Ruhr-Universität Bochum

Podium und Publikumsdiskussion II

  • Moderation: Dr. Jaan Simon, (JK), RWTH Aachen

Ausstellungseröffnung „Mikro Makro - Das Große im Kleinen entdecken“ 19.00 Uhr

Konzipiert von Rozbeh Asmani, (JK)

„Mikro Makro – Das Große im Kleinen entdecken“ verbindet erstmalig in einer Gruppenausstellung die Werke von KünstlerInnen der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Mit Werken von:

  • Siegfried Anzinger
  • Rozbeh Asmani
  • Tony Cragg
  • Katharina Fritsch
  • Candida Höfer
  • Jürgen Klauke
  • Mischa Kuball
  • Markus Lüpertz
  • Marcel Odenbach
  • Gregor Schneider
  • Peter Weibel

Die Ausstellung kann im Foyer der Akademie vom 31.10. bis zum 02.12.16, montags bis donnerstags von 12.00 – 17.00 Uhr besichtigt werden.