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30.01.2017

"Kunst und Öffentlichkeit. Über das sich wandelnde Verhältnis von öffentlichen Räumen". Symposium und Eröffnung der Ausstellung "Mischa Kuball: public preposition (Materialsammlung)" am 16.02.2017

Im Zentrum der Veranstaltung stehen Fragen zu dem sozialen Wandel im urbanen Kontext, zur Ortsspezifik und der grundsätzliche Begriff des Öffentlichen selbst. Dient die Kunst im öffentlichen Raum der Vermittlung von kulturellen Werten, fast schon ein Bildungsangebot a la „Kunst für alle!“ oder dient sie eher der Imageförderung einer Kommune? Wie werden die örtlichen, technischen und baulichen Vorgaben und Gegebenheiten einbezogen und berücksichtigt? Wie kann Kunst im öffentlichen Raum in Zeiten von knappen Haushaltskassen funktionieren? Wie sehen Künstler den Umgang, die Zukunft und die Möglichkeiten der Kunst im öffentlichen Raum? Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Fragen wie diese gestellt, aufgegriffen und in einer Podiumsdiskussion transdisziplinär diskutiert.

Mischa Kuball, Kritisches Denken braucht Raum und Zeit, 2014, Banner, Installation, TAZ, Berlin / DE, Foto: Isabel Lott, Berlin © Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf / VG Bild-Kunst, Bonn 2017.

Als Kunst im öffentlichen Raum wurden die teils seit Jahrhunderten dargestellten Reiterstandbilder, Brunnen im öffentlichen Park oder auch Büsten und Portraits aus Kunst und Politik verstanden und durch die Bevölkerung weitestgehend akzeptiert. In den 1970er Jahren fanden die ersten Experimente mit moderner Kunst und deren Außendarstellung in Städten und Kommunen statt. Wir alle kennen die Nanas von Niki de Saint Phalle an der Skulpturenmeile in Hannover oder die Meninas von Manolo Valdés im Hofgarten in Düsseldorf. Auch Aktionen oder andere künstlerische Darstellungen wie Verhüllungen von Christo, Streetart oder Graffiti werden darunter gefasst. Dabei ist diese moderne Form der Darstellung oft auch provokativ und ruft aufgrund ihrer Ästhetik oder gesellschaftlichen Botschaft auch öffentliche Erregung hervor. Die zeitgemäße Definition von Kunst im öffentlichen Raum ist eine gravierende Fragestellung unserer Zeit.

Programm

Begrüßung 15.00 Uhr

  • Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Einführung und Moderation

  • Dr. Vanessa Joan Müller, Kunsthalle Wien

Vorträge

Themenbereich Städtebau: Public Private Imbroglios

  • Prof. Bernd Kniess, Studiendekan Urban Design an der HafenCity Universität Hamburg (Mitglied der Akademie)

Themenbereich Kunstförderung: „Nichts ist wo es mal war“ – Förderung von Kunst ohne Werk im Raum ohne Dimension“

  • Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW

Themenbereich Bildende Kunst: „Was soll das sein?“ – Kunst im öffentlichen Raum

  • Prof. Tony Cragg, Bildhauer (Mitglied der Akademie)

Pause ca. 16.50 Uhr

Themenbereich Kunsthistorik / Kunstdarstellung: Platz der permanenten Neugestaltung - das Abenteuer der öffentlichen Selbstreflektion seit den 1990er Jahren.

  • Susanne Titz, Direktorin des Städtischen Museums Abteiberg in Mönchengladbach

Themenbereich Bildende Kunst: MAKING THINGS VERY PUBLIC

  • Prof. Mischa Kuball, Professor für Public Art / Öffentlicher Raum an der Kunsthochschule für Medien Köln (Mitglied der Akademie)

Im Anschluss an die Impulsvorträge folgt eine Diskussionsrunde mit den Vortragenden, moderiert von Dr. Vanessa Joan Müller

  • Dr. Fritz Behrens
  • Prof. Tony Cragg
  • Prof. Bernd Kniess
  • Prof. Mischa Kuball
  • Susanne Titz

Ausstellungseröffnung 19.00 Uhr: Mischa Kuball "public preposition (Materialsammlung)"

  • Begrüßung und Einleitung in die Ausstellung durch Vanessa Joan Müller, Wien.

Die Ausstellung kann im Foyer der Akademie vom 20.02. bis zum 30.03.17, montags bis donnerstags von 12.00 – 17.00 Uhr besichtigt werden.

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein