AWK - Detailansicht Presse

Übersprungnavigation

Navigation

Inhalt

30.01.2017

Symposium des Jungen Kollegs: "Wahrnehmung von Risiken – ein interdisziplinärer Dialog" am 06.03.2017, 16:00 Uhr

Der Begriff des Risikos ist allgegenwärtig: von den oft genannten „Risiken und Nebenwirkungen“ über die Atomkraft-Debatte bis hin zu risikobehafteten Entscheidungen der Weltpolitik. Vielleicht leben wir, so die Diagnose des im Jahre 2015 verstorbenen Soziologen Ulrich Beck, gar in einer „Risikogesellschaft“. Was aber bedeutet „Risiko“? So vielfältig der Begriff in den verschiedenen Disziplinen auch gebraucht wird, ergeben sich doch Gemeinsamkeiten. Debatten über „Risiko“ sind meist gekennzeichnet durch unterschiedliche Herangehensweisen bezüglich der Objektivität und Subjektivität sowie des Wissens und des Unbekannten. Risiko ist vor allem das, was als Risiko von dem Individuum oder der Gesellschaft wahrgenommen wird. Es unterliegt Konjunkturen und Tabus sowie historischen und kulturellen Veränderungen. Gibt es dennoch Wege hin zu einem rationalen Umgang mit Risiken?

Die Arbeitsgruppe „Risikowahrnehmung“ des Jungen Kollegs möchte mit dem Symposium „Wahrnehmung von Risiken – ein interdisziplinärer Dialog“ verschiedene Perspektiven auf diese Thematik eröffnen und zum Diskutieren einladen.

In dem Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier wird die aktuelle Situation in eine historische Perspektive gerückt. Ein besonderes Augenmerk gilt der Risikoeinschätzung in der öffentlichen Wahrnehmung/Diskussion im Verhältnis zu einer (fach-)wissenschaftlichen Abschätzung von Risiken. Zu diesem Thema wird Dr. Astrid Epp vom Bundesinstitut für Risikobewertung sprechen. Die Mitglieder des Jungen Kollegs PD Dr. Andrea Steinbicker und Dr. John Kettler beleuchten die Risiken, die sich durch den Einsatz von Antibiotika und Kerntechnik ergeben, und diskutieren die damit einhergehenden Herausforderungen für die Gesellschaft. In der anschließenden Podiumsdiskussion werden mit dem Publikum offene Fragen debattiert. Lässt technischer Fortschritt auf das Ende aller Risiken hoffen – oder wird er im Gegenteil vor allem als Produzent neuer, unwägbarer Gefahren angesehen?

Programm

Begrüßung 16.00 Uhr

  • Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Einführung und Moderation

  • Jun.-Prof. Dr. med. Ute Scholl, Experimentelle Nephrologie und Hypertensiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Vorträge

  • Risiken – historische Anmerkungen zu einer aktuellen Debatte; Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier, Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Die Anwendung von Antibiotika – ein Risiko in vielerlei Hinsicht?; PD Dr. Andrea Steinbicker, Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinikum Münster

Pause 17.10 – 17.30 Uhr

  • Risikowahrnehmung einer modernen Technikgesellschaft am Beispiel der Kernenergie, Dr. John Kettler, NET – Nukleare Entsorgung und Techniktransfer, RWTH Aachen
  • Risiko – Bewertung und Wahrnehmung, Dr. Astrid Epp, Fachgruppe Risikoforschung, -wahrnehmung, -früherkennung und -folgenabschätzung, Abteilung Risikokommunikation, Bundesinstitut für Risikobewertung

Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden ca. 18.50 Uhr

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein.