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04.05.2017

Ausstellung: „Eine Nation im Werden“. Architektur der Westsahara vom 8. bis zum 24. Mai 2017

Welche Räume baut sich eine Nation im Exil? Die Westsahara, am äußersten Westen von Afrika gelegen, ist seit über 40 Jahren von Marokko besetzt. Das Volk der Sahrawis lebt seitdem im Algerischen Grenzgebiet in Flüchtlingslagern, die sie selbst aufgebaut haben. Die Ausstellung zeigt mit großen Wandteppichen, Fotos, Karten und Kurzfilmen diese einzigartige Raumproduktion einer Flüchtlingsnation.

In den Lagern entstanden Räume der Bildung, des Handels, des Wohnens und der Erholung, die in dieser besonderen Situation eine Alltäglichkeit erzeugen. Darüber hinaus wurden die Lager benutzt um ein politisches System im Exil aufzubauen. Architektur und Städtebau werden bewusst von den Flüchtlingen genutzt, um einen Prozess der gesellschaftlichen Emanzipation auszulösen.

Prof. Manuel Herz ist seit 2015 Mitglied der Nordrhein- Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Er hat eine Professur für Architektur und Stadtforschung an der Universität Basel und ist Architekt mit Büros in Basel und Köln. Zu den bislang ausgeführten Projekten gehört unter anderem die Synagoge von Mainz. Derzeit baut er diverse Wohnungsbauprojekte in der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Neben seiner Arbeit als praktizierender Architekt forscht er zur Thematik der Migration. Mit dem Pavillon der Westsahara - unterstützt durch die Stiftung der Freunde und Förderer der Nordrhein- Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste - nahm er 2016 an der Architekturbiennale in Venedig teil.

Weitere Informationen zum Pavillon der Westsahara