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05.09.2018

Hanns Hatt als Präsident der Akademienunion wiedergewählt

Am 1. September 2018 trat Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt seine zweite Amtszeit als Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften an. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste gratuliert ihrem ehemaligen Präsidenten, der von 2010 bis 2015 das Amt inne hatte und deren ordentliches Mitglied er seit 2001 ist. Hanns Hatt steht mit seiner Wiederwahl für drei weitere Jahre an der Spitze der Akademienunion, Dachverband von acht deutschen Wissenschafts- akademien.

Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt

Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt ist seit September 2015 Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und war von 2012-2015 Vizepräsident des Dachverbands. Der Biologe und Mediziner ist Zellphysiologe an der Ruhr-Universität Bochum. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeiten liegt in der Erforschung der molekularen und zellulären Sinnesphysiologie, vor allem der menschlichen Duftwahrnehmung. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Hanns Hatt unter anderem mit dem Philip Morris Forschungspreis, dem Erfinderpreis der Ruhr-Universität Bochum und dem Robert Pfleger-Forschungspreis ausgezeichnet. Der Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Stifterverbandes sowie seine Bücher über das Riechen, die zu internationalen Bestsellern wurden, sind Zeichen seiner Mission, Wissenschaft auch für die Öffentlichkeit verständlich zu machen.

"Über das mir vom Präsidium entgegengebrachte Vertrauen freue ich mich sehr", erklärt Hanns Hatt anlässlich des Beginns seiner zweiten Amtszeit. "Die Zusammenarbeit der Akademien noch weiter zu intensivieren, ist unser gemeinsames Anliegen für die nächsten Jahre. Es gilt, das Akademienprogramm, das gemeinsame geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm der Akademien, dynamisch - inhaltlich und strukturell - weiterzuentwickeln. Dabei spielt insbesondere die umfangreiche Digitalisierung der Akademieforschung und langfristige Verfügbarkeit unseres kulturellen Erbes eine entscheidende Rolle." Ein erster wichtiger Schritt sei in diesem Jahr mit der AGATE-Plattform (https://agate.academy) erfolgt, durch die die Akademieforschung erstmals einheitlich klassifiziert und online recherchierbar ist. Neben der stärkeren Vernetzung der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung innerhalb der Akademien werde hierdurch auch der Ausbau internationaler Kooperationen erleichtert und gefördert.

Zentrale Elemente der zukunftsgerichteten Strukturmaßnahmen für das Akademienprogramm werden zudem eine verstärkte Clusterbildung der Forschungsprojekte sein, um Synergien zu verbessern, und darüber hinaus vor allem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch attraktive Qualifizierungsmaßnahmen sowie die stetige Erhöhung der Chancengleichheit. Als wichtiges Themenfeld für seine zweite Amtszeit bekräftigt Hanns Hatt auch die aktive Rolle der Akademien in der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung. Besonderes Augenmerk soll auf eine für Bürgerinnen und Bürger verständliche Vermittlung der komplexen wissenschaftlichen Sachverhalte gelegt werden.

Biographische Informationen über Hanns Hatt: hier

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Mehr als 1900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören, sind unter dem Dach der Akademienunion vereint. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Die Union fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung. Darüber hinaus kommuniziert die Akademienunion mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen. www.akademienunion.de