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16.01.2019

Neujahrskonzert 2019: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste nimmt zwölf neue Mitglieder in das Junge Kolleg der Akademie auf

Rund 400 Gäste feierten auf Einladung der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gestern Abend (15.1.) in Düsseldorf die Aufnahme von zwölf neuen Kollegiatinnen und Kollegiaten in das Junge Kolleg der Akademie. Unter den Gästen war neben Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und zahlreichen Mitgliedern der Akademie auch etliche Rektorinnen und Rektoren nordrhein-westfälischer Hochschulen sowie der Präsident der Union der deutschen Akademien, Prof. Dr. Hanns Hatt. Den feierlichen Rahmen bot ein Konzert des Orchesterzentrums NRW unter der Leitung von Professor Alexander Hülshoff.

v.l.n.r.: Moritz Schulze Darup, Lea Letzel, Stephan Hohloch, Wenwen Song, Felix Johannes Meister, Martin Breul, Stefanie Egidy, Manuel van Gemmeren, Ministerin Isabell Pfeiffer-Poensgen, Alexander Grünberger, Akademiepräsident Wolfgang Löwer, Raphael Wittkowski, Katharina Pyschny

Die neuen Kollegiatinnen und Kollegiaten sind mit Beginn des Jahres für maximal vier Jahre in die Akademie aufgenommen worden. Im Rahmen des Neujahrskonzerts wurden sie offiziell willkommen geheißen. Akademiepräsident Wolfgang Löwer stellte in seiner Begrüßung die Bedeutung der Freiheit für Wissenschaft und Forschung in den Vordergrund: Denn selbst wenn die Forschungsfreiheit in Deutschland nicht vom Staat bedroht werde, so sei derzeit gleichwohl der gesellschaftliche Diskurs in manchen Erscheinungsformen nicht wissenschaftsfreundlich und schon gar nicht wissenschaftsaffin. „Wir alle sind aufgerufen, daran mitwirkend bessernd zu arbeiten", so Löwer.

Das Junge Kolleg bietet den Kollegiatinnen und Kollegiaten die Chance, im akademischen Diskurs mit anderen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern, Künstlerinnen und Künstlern sowie den renommierten Mitgliedern der Akademie ihre Forschungsthesen und –ansätze vorzustellen und zu schärfen. Im Jungen Kolleg treffen Forscherinnen und Forscher aus 20 Disziplinen und 11 nordrhein-westfälischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aktuell 2 Künstlerinnen aufeinander. Der Anteil der Kollegiatinnen liegt derzeit bei 43 Prozent. Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen lobte in ihrem Grußwort das Junge Kolleg als Einrichtung, die für „Nachwuchsförderung auf hohem Niveau“ stehe. Worte, die auch der stellvertretende Sprecher des Jungen Kollegs, der Bonner Althistoriker Dr. Lennart Gilhaus gerne hörte. Er gab einen Überblick über ein produktives Jahr 2018 und dankte dem Land als Finanzier für eine einzigartige Starthilfe, auf die so mancher Kollege außerhalb Nordrhein-Westfalens „neidvoll blicke“.

Die Kollegiatinnen und Kollegiaten des aktuellen Jahrgangs erforschen beispielsweise die Elemente der Seltenen Erden, die sich mittlerweile in fast allen Smartphones oder Tablets befinden und essentiell für nachhaltige Zukunftstechnologien, wie Elektromobilität und Windkraft sind (Jun.-Prof. Dr. Stephan Hohloch, Universität Paderborn). Oder sie interessieren sich für die Schnittstellen zwischen Klang und Musik, zwischen der bildnerisch und der medialen Kunst sowie auch zwischen Tanz und Raum (Lea Letzel, Köln). Oder sie untersuchen beispielsweise alttestamentarischer Führungskonzepte und den damit zusammenhängenden Aspekten wie Autorität, Legitimität, Institutionalisierung oder Charisma (Dr. Katharina Pyschny, Ruhr-Universität Bochum).

Für die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ist die Berufung eine besondere Auszeichnung und verbunden mit einem jährlichen Stipendium von 10.000 Euro für vier Jahre. In das Junge Kolleg können Künstlerinnen und Künstler sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen berufen werden, die bereits über ihre Promotion hinaus herausragende wissenschaftliche Leistungen erbracht haben. Sie dürfen nicht älter als 36 Jahre sein und noch keine unbefristete Hochschullehrstelle innehaben. Seit dem Start des Jungen Kollegs im Jahr 2006 sind insgesamt 128 Kollegiaten aufgenommen worden. Im Mai 2019 erfolgt die nächste Ausschreibung.

 

Diese Mitglieder wurden neu in das Junge Kolleg aufgenommen:

Geisteswissenschaften

  • Dr. phil. Dr. theol. Martin Breul, Universität zu Köln, Institut für Katholische Theologie
  • Dr. iur. Stefanie Egidy, LL.M., Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn
  • Dr. phil. Felix Johannes Meister, Universität zu Köln, Institut für Altertumskunde
  • Dr. theol. Katharina Pyschny, Ruhr-Universität Bochum, Katholisch-Theologische Fakultät, Lehrstuhl für Altes Testament

Naturwissenschaften und Medizin

  • Jun.-Prof. Dr. rer. nat. Malte Göttsche, RWTH Aachen, Graduiertenschule AICES
  • Jun.-Prof. Dr. rer. nat. Stephan Hohloch, Universität Paderborn, Fakultät für Naturwissenschaften, Department Chemie
  • Dr. rer. nat. Manuel van Gemmeren, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Organisch-Chemisches Institut
  • Jun.-Prof. Dr. rer. nat. Raphael Wittkowski, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Theoretische Physik

Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften

  • Jun.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Grünberger, Universität Bielefeld, Technische Fakultät und Forschungszentrum Jülich GmbH, IBG-1: Biotechnologie
  • Dr.-Ing. Moritz Schulze Darup, Universität Paderborn, Lehrstuhl für Regelungs- und Automatisierungstechnik (EIM-E)
  • Dr.-Ing. Wenwen Song, RWTH Aachen, Institut für Eisenhüttenkunde

Kunst

  • Lea Letzel, Köln, Künstlerin

 

Eine Übersicht aller Mitglieder des Junge Kollegs finden Sie hier.