AWK - Detailansicht Presse

Übersprungnavigation

Navigation

Inhalt

03.02.2020

Wissenschaftspolitische Stellungnahme zum Akademieprogramm: Wissenschaftsrat stellt erfolgreiche Arbeit bei Digitalisierung und eHumanties der Nordrhein-Westfälischen Akademie für Wissenschaft und Forschung heraus

Seit 2011 berät die Koordinierungsstelle für Digital Humanities der Akademie Forscherinnen und Forscher bei der Antragsstellung und Umsetzung von digitalen Langzeitvorhaben in den Geisteswissenschaften. In seiner am 3. Februar 2020 veröffentlichten wissenschafts­politischen Stellungnahme zum Akademienprogramm hat der Wissenschaftsrat diesen von Nordrhein-Westfalen eingeschlagenen Weg bestätigt und positiv herausgestellt. Mit der Koordinierungsstelle für Digital Humanities in Köln unter der Leitung des Akademiemitgliedes Prof. Dr. Andreas Speer hat die nordrhein-westfälische Akademie nach der letzten Evaluation den Rahmen dafür geschaffen, dass die nordrhein-westfälischen Akademievorhaben fit für die digitale Forschungswelt sind.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hatte den Wissenschaftsrat 2018 gebeten, das Akademienprogramm zu evaluieren. Die letzte Programmevaluation durch den Wissenschaftsrat war 2009 erfolgt. In seiner Stellungnahme würdigt der Wissenschaftsrat nachdrücklich die transnationale Bedeutung des Programms für die wissenschaftliche Erschließung des kulturellen Erbes. Zugleich mahnt der Wissenschaftsrat mit Blick auf alle Vorhaben verstärkte Anstrengungen unter anderem bei der Chancengleichheit und Wissenschaftskommunikation an.

Die Projekte unserer Akademie in der Übersicht

Zahlen und Fakten zum Akademienprogramm im Überblick:

  • 1979 beschlossen Bund und Länder das gemeinsame Förderprogramm.
  • Es ist das derzeit größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm in Deutschland, mit 140 Vorhaben, in die 2019 rund 69 Millionen Euro Fördergelder flossen.
  • Eine Chance auf Förderung haben nur exzellente Projekte von hoher wissenschaftlicher Relevanz. Ins Programm schaffen es ausschließlich Vorhaben von einer Dauer von zwölf bis 25 Jahren.
  • Seit 2009 konzentriert sich das Programm auf geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagenforschung, wo Drittmittel im Vergleich zu anderen Disziplinen knapper sind.
  • Um bedeutende Quellen und Zeugnisse für Forschende in aller Welt zugänglich zu machen, entwickeln Forscherinnen und Forscher im Akademieprogramm neuartige Online-Archive und Softwarelösungen. Nach den Prinzipien von Open Access und Open Data wird Wissen universell nutzbar.
  • 13 Projekte mit 17 Arbeitsstellen werden in Nordrhein-Westfalen derzeit über das Akademienprogramm gefördert.
  • 5,97 Millionen Euro flossen 2019 in die Projekte in Nordrhein-Westfalen.
  • 102 Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind an den Hochschulen und Arbeitsstellen in NRW beschäftigt, davon rund die Hälfte Frauen.

Die Stellungnahme des Wissenschaftsrates (pdf)