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24.09.2020

Stipendiatin des Jungen Kollegs tritt Professur in Norwegen an

Prof.’ in Dr. Susanne Mohr hat einen Ruf der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim angenommen. Wir haben mit der Sprachwissenschaftlerin über ihre Zeit im Jungen Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und ihre erste Professur in Norwegen gesprochen.

Foto: AWK NRW / Andreas Endermann


Frau Mohr, seit August arbeiten Sie als Professorin für englische Soziolinguistik an der Norwegian University of Science and Technology. Damit ist Ihre Mitgliedschaft im Jungen Kolleg zu Ende. Hat Ihnen das Förderprogramm auf Ihrem Weg zur ersten Professur geholfen?

Auf jeden Fall! Als Nachwuchswissenschaftlerin muss man sich gerade in der Zeit zwischen der Promotion und der ersten Professur profilieren. Dank der finanziellen Unterstützung konnte ich meine Projekte freier wählen und musste nicht in erster Linie auf die Fördermöglichkeiten schauen. Das war gerade für mich als Geisteswissenschaftlerin sehr hilfreich. Außerdem haben wir als Junges Kolleg verschiedene Beiträge zur Hochschulpolitik in der Wissenschaftszeitschrift „Forschung & Lehre“ veröffentlicht. Die Artikel haben mir zusätzliche Sichtbarkeit verschafft. Schließlich habe ich insgesamt, aber gerade auch im Bewerbungsprozess sehr vom Austausch mit den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten profitiert und wertvolle Tipps erhalten.


Was schätzen Sie am Jungen Kolleg besonders?

Ich habe selten, in der Wissenschaft und darüber hinaus, mit einer so motivierten Gruppe zusammengearbeitet. Während meiner gesamten Mitgliedschaft war ich die einzige Sprachwissenschaftlerin im Jungen Kolleg. Bei Klausurtagungen, auf unserem jährlichen Forschungstag und bei anderen Anlässen habe ich meine Forschungsprojekte präsentiert. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus anderen Fächern haben mir Fragen gestellt, über die ich vorher nie nachgedacht hatte. Das hat mir neue Impulse und vor allem einen völlig anderen Blickwinkel auf meine Forschung ermöglicht und sie so bereichert.


Und worauf freuen Sie sich in Norwegen am meisten?

Im Prinzip kann ich hier fortsetzen, was ich im Jungen Kolleg bereits erprobt habe. An der Norwegian University of Science and Technology gibt es eine interdisziplinäre Departmentstruktur. Zu meinem Department gehören neben der Anglistik auch die Romanistik und weitere Disziplinen. Es gibt eine Gruppe von Gebärdensprachwissenschaftlerinnen und Gebärdensprachwissenschaftlern, mit denen ich kooperieren kann und in einem Projekt arbeite ich mit Medienwissenschaftlerinnen und Medienwissenschaftlern zusammen. Natürlich freue ich mich auch auf die Arbeit mit diesen neuen Kolleginnen und Kollegen, die alle sehr nett sind und mir den Start hier einfach gemacht haben. Und schließlich möchte ich wahnsinnig gerne einmal das Nordlicht sehen.