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08.12.2020

#Zeitzeugnisse 2020

Im Frühjahr haben wir die Mitglieder unserer Akademie gebeten, uns ihre Erfahrungen während der Corona-Pandemie zu schildern. Wie haben sie die Situation – insbesondere den ersten Lockdown im März und April – erlebt und was hat sie in dieser besonderen Zeit bewegt? Die Resonanz war groß. Fast 30 Zeitzeugnisse haben die Akademie in den vergangenen Monaten erreicht. Darunter sind längst nicht nur Berichte in Textform, sondern auch viele Fotos, Kunstwerke und sogar ein Musikstück.

Die Komponistin Maria de Alvear schickte beispielsweise ein Fototagebuch aus ihrer Geburtsstadt Madrid, wo sie im Frühjahr den strengen Shutdown miterlebt hat. Frau Professorin Angelika Nußberger hielt ihre Eindrücke und Gedanken in einem Tagebuch mit Illustrationen des Münchner Malers Wolfgang Müller-Jakob fest. Daraus entstanden ist zwischenzeitlich unter dem Titel „Blickwechsel“ eine bei Wallstein erschienene Publikation. Und Siegfried Zielinski, emeritierter Professor für Archäologie und Variantologie der Künste und der Medien an der Universität der Künste Berlin, lies uns den Link zu einem akustischen Programm zukommen.

So vielfältig wie die Darstellungsformen sind auch die Inhalte der Zeitzeugnisse. Die Bandbreite reicht von Einblicken in einen durch die Pandemie stark veränderten Alltag bis hin zu Berichten über die eigene Forschungsarbeit im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Professsor Steffen Leonhardt schrieb uns von einem besonderen Projekt an der RWTH Aachen. Gemeinsam mit einem Team aus Freiwilligen entwickelt der Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Informationstechnik am Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik ein einfaches Beatmungsgerät, das zum Einsatz kommen kann, wenn der Bestand an herkömmlichen Beatmungsgeräten knapp wird. Thematisiert werden in den Zeitzeugnissen aber auch die besonderen Herausforderungen, vor die das Virus beispielsweise junge Eltern stellt. Nachwuchswissenschaftlerinnen aus dem Jungen Kolleg schilderten in einem gemeinsamen Text sehr eindrücklich, was es bedeutet, wenn der Nachwuchs aufgrund von Kita- und Schulschließungen oder eingeschränktem Regelbetrieb zu Hause betreut und beschult werden muss, während die eigene Forschung und Lehre nicht einfach in den Pausenmodus versetzt werden kann.

Alle Zeitzeugnisse finden Sie hier