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18.12.2020

Junges Kolleg: Moritz Schulze Darup erhält Ruf der TU Dortmund

Bislang leitete Jun.-Prof. Dr. Moritz Schulze Darup eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe für verschlüsselte Regelungstechnik an der Universität Paderborn. Im Oktober hat er nun eine Professur für Regelungstechnik und Automatisierung an der Fakultät für Maschinenbau der TU Dortmund angetreten. Im Interview verrät er, was er aus seiner Zeit im Jungen Kolleg nach Dortmund mitnimmt und warum die 220 Stufen des Mathe-Towers für ihn eine sportliche Herausforderung werden.


Herr Schulze Darup, Sie haben einen Ruf der TU Dortmund erhalten und im Oktober Ihre erste Professur angetreten. Damit endet Ihr Akademie-Stipendium. Was nehmen Sie aus dem Jungen Kolleg mit?

Vor allem nehme ich sehr viele Kontakte zu spannenden Menschen mit. Mit Andrea Alberti und Christoph Hoog Antink, die noch Stipendiaten sind, sowie Julia Kowalski, die das Junge Kolleg ebenfalls in diesem Jahr verlassen hat, gibt es Ideen für konkrete gemeinsame Projekte. Sehr gewinnbringend ist natürlich auch der Kontakt zu den renommierten Mitgliedern der Akademie, unter denen sich auch ein Regelungstechniker findet. Da ich in NRW bleibe, ist natürlich auch die Regionalität der Akademie ein großer Vorteil. Viele junge und alte Akademiemitglieder sind nur einen Steinwurf entfernt oder sogar im Nachbargebäude an der TU und ich freue mich darauf, dass man sich weiter über den Weg läuft.


Warum sind Förderprogramme wie das Junge Kolleg so wichtig für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler?

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind darauf angewiesen, Netzwerke zu bilden. Denn neue Kontakte eröffnen oft auch neue berufliche Chancen. Hierfür sind Förderprogramme wie das Junge Kolleg sehr hilfreich. So war meine Mitgliedschaft sicherlich vorteilhaft für die Einwerbung einer Emmy Noether-Gruppe, die wiederum meine Aussichten auf eine Professur gesteigert hat. Darüber hinaus bietet die interdisziplinäre Ausrichtung des Jungen Kollegs - einschließlich der Kunst - einen ausgezeichneten und sehr bereichernden Blick über den eigenen Tellerrand.


Viele Kollegiatinnen und Kollegiaten erreichen so wie Sie schon vor dem Ende ihres vierjährigen Stipendiums eine Professur. Das ist natürlich klasse. Schließlich soll das Junge Kolleg ein Sprungbrett für den wissenschaftlichen Nachwuchs sein. Aber bedauern Sie es vielleicht auch ein wenig, dass Sie nur 1,5 Jahre von dem Förderprogramm profitieren konnten?

Definitiv wäre ich gerne länger dabeigeblieben! Deshalb fände ich es klasse, wenn die Akademie zusammen mit dem Jungen Kolleg ein Alumni-Programm entwickeln würde. Ehemalige Kollegiatinnen und Kollegiaten könnten sich auf diese Weise auch nach dem offiziellen Ende ihrer Mitgliedschaft stärker in das Netzwerk einbringen; natürlich ohne finanzielle Unterstützung. Erste Überlegungen in diese Richtung gibt es bereits. Es ist beispielsweise angedacht, den einmal jährlich stattfindenden Forschungstag des Jungen Kollegs zu einem Alumni-Treffen auszubauen.


Und was erwartet Sie an der TU Dortmund?

Zunächst freue ich mich auf ein inspirierendes Umfeld. An der TU gibt es momentan fünf Professuren mit regelungstechnischen Schwerpunkten, was für eine deutsche Universität ziemlich ungewöhnlich ist. Hinzu kommen weitere regelungstechnische Gruppen innerhalb der Universitätsallianz Ruhr – also in Bochum und Duisburg-Essen. Das lässt auf hochkarätige intradisziplinäre Projekte hoffen. Darüber hinaus gibt es natürlich unzählige Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus anderen Disziplinen. Eine sportliche Herausforderung werden für mich außerdem die 220 Stufen des Mathetowers. Einmal im Jahr gibt es an der TU Dortmund den sogenannten Mathetower-Run, bei dem es darum geht, die zehn Stockwerke des höchsten Campus-Gebäudes so schnell wie möglich zu bezwingen. Ich habe zusammen mit dem bisherigen Rekordhalter in Oxford in einem College-Boot gerudert und habe mir daher fest vorgenommen, beim nächsten Run dabei zu sein.