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10.04.2013, 15:00 Uhr

Klasse für Geisteswissenschaften, 544. Sitzung

Professorin Dr. Monika Gronke, Köln: "'Ich bin das Geheimnis Gottes.' Die Einführung der Zwölferschia als Staatsreligion in Iran."

Professorin Dr. phil. Monika Gronke,

geb. 1952 in Hannover. 1970-1975 Studium der Anglistik und Romanistik in Göttingen mit Abschluss Erstes Staatsexamen und folgendem Referendariat 1977-1978 in Hildesheim und Abschluss Zweites Staatsexamen. 1975-1982 Studium der Arabistik, Iranistik und Turkologie (Zweitstudium) in Göttingen und Promotion zum Dr. phil. 1982-1983 Forschungsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes in Paris. 1983-1985 Lehrauftrag für modernes Persisch im Rahmen der Diplomatenausbildung am französischen Außenministerium in Paris. 1985-1991 wissenschaftliche Assistentin am Orientalischen Seminar in Freiburg i.Br. 1990 Habilitation im Fach Islamwissenschaft an der Philosophischen Fakultät Freiburg i.Br. Seit Oktober 1991 Professorin für Islamwissenschaft an der Universität zu Köln. Herausgeberin der Reihe Documenta Iranica et Islamica.

Hauptarbeitsgebiete: Islamische Geschichte, Sozial-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung des Mittelalters (arabischer Orient, Iran, Zentralasien, islamisches Indien); islamische Urkundenlehre; klassische arabische und persische Literatur.

Aus dem Inhalt des Vortrages

"'Ich bin das Geheimnis Gottes.' Die Einführung der Zwölferschia als Staatsreligion in Iran."

Als im Jahre 1501 der Begründer und erste Herrscher der Dynastie der Safawiden (reg. 1501-1722), Schah Isma’il, die Zwölferschia als Staatsreligion in Iran einführte, begann die religiöse Prägung des damals mehrheitlich sunnitischen Irans zu einem schiitischen Staat. Mit diesem Schritt Schah Isma’ils sind verschiedene noch weitgehend unerforschte Fragen verbunden, die der Vortrag darstellen, diskutieren und nach Möglichkeit klären soll. Dabei geht es hauptsächlich um die religiös-politischen und ethnischen Zeitverhältnisse, Phänomene der Volksfrömmigkeit und das Selbstverständnis Schah Isma’ils. Zugleich soll in dem Vortrag auch das grundsätzliche Verhältnis von Sunna und Schia in Iran vor, während und nach der Herrschaft der Safawiden behandelt werden.