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01.10.2014, 17:00 Uhr

Leo Brandt-Vortrag: Warum Michelangelo?

Vortragender: Prof. Dr. Georg Satzinger, Bonn

Michelangelo hat mit seinem Werk und mit der Weise, wie er sich als Künstler verstand, durch fünf Jahrhunderte bis heute eine eminente Wirkung auf die Kunst beispielsweise eines Caravaggio, Bernini, Rubens, Rodin oder Warhol ausgeübt. Der Vortrag geht den Gründen hierfür nach. Er handelt davon, welche Aspekte von Michelangelos Werk über die Zeiten hinweg lebendig und provozierend bleiben konnten, wie sie das taten und tun — und welche nicht.

Professor Dr. Georg Satzinger wurde am 29. Juli 1956 in Dinkelsbühl geboren. Nach seinem Abitur hat er von 1977 bis 1984 Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Germanistik an der Universität Tübingen studiert. Von 1979 bis 1984 war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und daran anschließend bis 1989 Wissenschaftlicher Angestellter am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen. 1988 wurde er mit dem Thema „Antonio da Sangallo der Ältere und die Madonna di San Biagio bei Montepulciano“ promoviert. Bis 1992 blieb er als Wissenschaftlicher Assistent am Kunsthistorischen Institut Tübingen und war von 1991 bis 1992 für ein Forschungsstipendium an der Bibliotheca Hertziana in Rom beurlaubt. Dort war er bis 1997 Wissenschaftlicher Assistent und wurde 1997 an der Universität Münster habilitiert, mit der Habilitationsschrift „Die Fassade von San Lorenzo in Florenz. Skulptur und Architektur bei Michel Angelo und einigen seiner Zeitgenossen“. Seit 1997 ist Georg Satzinger Professor für Kunstgeschichte an der Universität Bonn. Von 1997 bis 2003 war er Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg „Die Renaissance in Italien und ihre europäische Rezeption“, von 2000 bis 2005 Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes und von 2002 bis 2004 im DFG-Projekt „Autorbilder: Figurationen mittelalterlicher/frühneuzeitlicher Autorschaft im medialen Vergleich“ im Rahmen des Forschungskollegs Medien und kulturelle Kommunikation (SFB/FK 427) involviert. Seit 2005 ist er erster Vorsitzender des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker und seit 2011 ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.