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07.09.2016, 15:00 Uhr

Klasse für Geisteswissenschaften, 572. Sitzung

Prof. Dr. Konrad Klaus, Bonn: Die frühbuddhistischen Lehrtexte als Erzählungen

Bei den im Sutta-Pitaka des Theravada-Kanons enthaltenen Suttas handelt es sich um anonym verfasste Berichte über Ereignisse im Leben des histori- schen Buddha und seiner direkten Schüler. Obwohl diese Berichte bei der Erforschung der frühbuddhistischen Lehre als Informationsträger eine überaus wichtige Rolle spielen, sind sie als textliche Gebilde bislang nicht hinreichend untersucht worden. Es gibt weder ein allgemein anerkanntes Verfahren der Analyse und Beschreibung noch eine systematische und historische Befunde gleichermaßen berücksichtigende Theorie der Texte.

Vor diesem Hintergrund soll in dem Vortrag zunächst die Tatsache ins Licht gerückt werden, dass sämtliche Lehrinhalte in den Suttas narrativ vermittelt werden, und auf dieser Grundlage dann an einem konkreten Textbeispiel aufgezeigt werden, mit welchen Formen der textlichen Organisation in den Suttas zu rechnen ist.

Prof. Dr. Konrad Klaus, 1956 in Paderborn geboren, nach Zivildienst und Studium 1985 Promotion in Marburg, Habilitation 1992 in Bochum. Danach verschiedene wissenschaftliche Stationen, ehe schließlich im Jahr 2001 die Berufung auf die Professur für Indologie in Bonn erfolgte. Das Forschungsinteresse von Professor Klaus gilt vor allem der vedischen Zeit, insbesondere der materiellen Kultur und dem Ritual, dem frühen Buddhismus, insbesondere den Techniken der Geistesschulung, sowie daraus resultierend der Beschaffenheit der vedischen und frühbuddhistischen Quellentexte.