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14.06.2018, 12:30 Uhr

Klasse für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, 113. Sitzung

Thementag Elektromobilität


Die Mobilität über große Entfernungen für Menschen und Güter ist eines der wichtigsten Merkmale der modernen Gesellschaft. Von der Autofahrt zum Briefkasten bis zum Last- Minute-Entschluss, morgen am Gardasee oder auf Mallorca zu sein, ist diese nahezu unbegrenzte Mobilität Teil des Freiheitsgefühls der Menschen.

Der weltweite Reiseverkehr ist ein Element der Globalisierung, dessen kultureller Wert nicht zu überschätzen ist, und in den aufsteigenden Industrieländern ist der Individual- und der Güterverkehr einer der wichtigsten Treiber ihres Wachstums. In Deutschland sind Millionen von Arbeitsplätzen mit dem Automobilverkehr und der Luftfahrt verbunden, ein Faktor von unerhörter gesellschaftlicher Tragweite.


Der großen globalen Bedeutung der Mobilität steht die Tatsache gegenüber, dass sie heute fast ausschließlich auf fossilen Energieträgern beruht und dass sie in die Bilanz der klimaschädlichen und umweltbelastenden Immissionen an einer vorderen Position eingeht. Die Möglichkeiten den Anteil verkehrsbedingter Immissionen wesentlich zu reduzieren sind Gegenstand intensiver Diskussionen in  der Öffentlichkeit. Dabei ist es Aufgabe der Wissenschaft, auf die naturwissenschaftlichen Bedingungen und die absehbaren Grenzen der Bemühungen um eine neue tragfähige Technologie hinzuweisen. Es sind die folgenden Gesichtspunkte, welche die Klasse für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften der NRW Akademie der Wissenschaften und der Künste für diesen Thementag motivieren.


Über den Wechsel von der auf fossilen Treibstoffen basierenden Mobilität zu modernen umwelt- und klimaneutralen Formen wird heute viel gesprochen. Auf der anderen Seite gibt es in der Öffentlichkeit einen augenfälligen Mangel an Kenntnissen bezüglich der physikalisch-chemischen Grundlagen dafür.
Insbesondere ist aufgrund des politischen Drucks ein Impetus in Richtung der Elektromobilität entstanden.

Dabei wird die schnelle Verfügbarkeit einer Energiespeichertechnik für den Massenmarkt unterstellt, die aus wissenschaftlicher Sicht keinesfalls gesichert ist. Sorgen muss auch bereiten, dass bereits weit entwickelte Alternativen anderer umwelt- und klimaneutraler Mobilitätsformen, beispielsweise die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und die Möglichkeiten umwelt- und klimaneutraler synthetischer Treibstoffe nur wenig Beachtung finden.


Vortragsthemen

 

  • Batteriespeicher für die Elektromobilität – physikalisch-chemische Konzepte, Stand der Entwicklung, Aussichten

  • Systeme der Elektromobilität – Stand und Perspektiven

  • Elektromobilität und ihre Alternativen aus der Sicht der Automobilindustrie

  • Wasserstoff und Brennstoffzelle in der zukünftigen Mobilität

  • Synthetische Treibstoffe – klimaneutrale Alternative für den Verbrennungsmotor