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20.11.2018, 18:00 Uhr

Der Euro: Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende? Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Hendrik Müller und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn

Am Euro scheiden sich die Geister. Für die einen ist er das Symbol des geeinten Europas, die Krönung eines jahrzehntelangen mühsamen Prozesses, der mit den römischen Verträgen im Jahr 1957 begonnen hatte. Für die anderen ist er der Spaltpilz der Europäischen Union, der genau dieses große Projekt zum Scheitern bringen kann, ein fataler Schritt in die falsche Richtung, der Europa in den Abgrund reißt. Beide Sichtweisen haben hoch angesehene Vertreter in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Sind die aktuellen Spannungen und Verwerfungen nur Geburtswehen, die zwangsläufig jedes größere Projekt begleiten? Oder zeigen sich darin nur die Symptome einer Krankheit, die durch eine Zwangsehe ökonomisch unvereinbarer Geld- und Fiskalsysteme ausgebrochen ist? Und wie soll es damit weitergehen? Erwartet uns ein Ende mit Schrecken oder geht der Schrecken der vergangen zehn Jahre ohne Ende weiter? Bewegen sich die Wirtschaftssysteme der Eurozone voneinander weg oder aufeinander zu? Ist die aktuelle Aufregung vielleicht nur aufgebauscht und in einigen Jahrzehnten als lästige Begleitmusik eines zwar schmerzlichen, aber erfolgreichen Anpassungsprozesses vergessen? Dazu haben wir zwei ausgewiesene Experten auf der Bühne; freuen Sie sich auf ein informatives und interessantes Streitgespräch. Zum Abschluss sind auch Fragen aus dem Publikum erlaubt.

Programm

Begrüßung 18.00 Uhr: Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Impulsvorträge mit anschließender Diskussion

Der Euro: Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende? Ein Streitgespräch zwischen Prof. Dr. Hendrik Müller und Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn. Moderation: Prof. Dr. Juergen B. Donges

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Empfang ein.

Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltung aufgezeichnet und fotografisch dokumentiert wird. Die Bilder können auch das Publikum zeigen.

 

Zu den Diskussionsteilnehmern

Henrik Müller, geboren 1965, ist seit 2013 Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der Technischen Universität Dortmund. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und promovierte 1999. An der Deutschen Journalisten- Schule München absolvierte er eine Ausbildung zum Redakteur. Er arbeitete u. a. bei der „Hamburger Morgenpost“, beim „Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt“ und beim „Stern“. 2000 wechselte Müller zur Zeitschrift „manager magazin“, wo er 2004 zum Geschäftsführenden Redakteur und 2009 zum stellvertretenden Chefredakteur berufen wurde. Für seine journalistische Arbeit erhielt Müller mehrere Preise, darunter den Holtzbrinck-Preis (2002), den Medienpreis „Im Zentrum der Mensch“ (2004), den Vogel-Preis (2006) sowie den Helmut-Schmidt Journalistenpreis (2008).

Hans-Werner Sinn, geboren 1948, war bis 2016 Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung und Direktor des Center for Economic Studies. Von 1984–2016 hatte Sinn die Professur für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians- Universität in München inne. Er war zwei Jahre Professor an der University of Western Ontario in Kanada, hatte Gastprofessuren in London, Bergen, Stanford, Princeton und Jerusalem sowie eine Honorarprofessur in Wien. Als bislang einziger Deutscher hielt er die Yrjö Jahnsson Lectures in Helsinki und die Tinbergen Lectures in Amsterdam. Von 1997 bis 2000 war Sinn Vorsitzender des Vereins für Sozialpolitik und zwischen 2006 und 2009 Präsident des International Institute of Public Finance, des Weltverbandes der Finanzwissenschaftler.

Juergen B. Donges, geboren 1940, ist emeritierter Professor für wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität zu Köln und war bis 2009 Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik. 1989–1991 war er Vorsitzender der Deregulierungskommission. Donges war Mitglied des Kronberger Kreises von 1990–2011. 1992 wurde er Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dessen Vorsitz er 2000–2002 innehatte.