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12.03.2019, 18:00 Uhr

Leonardo – Architekt, Naturwissenschaftler und Zeichner | Zum 500. Todestag Leonardo da Vincis 2019

Vortragsveranstaltung mit Prof. Frank R. Werner, Wuppertal; Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Zilles, Jülich; Dr. Johannes Nathan, Potsdam

Wie kann ein einzelner Mensch, auch wenn er mehrfach auf Vorbilder und Ideen anderer Zeitgenossen zurückgreifen konnte, so umfassend Innovatives und nie Dagewesenes erdenken und größtenteils auch realisieren? Nur ein Universalgenie ist imstande, als begnadeter Künstler der Nachwelt unverwechselbare Kunstwerke, allen voran die Mona Lisa, zu hinterlassen, als Medizinforscher in anatomischen Studien Körper und Körperteile von Menschen darzustellen, die in ihrer zeichnerischen Präzision an moderne Darstellungen heranreichen, und als Ingenieur ausgeklügelte Maschinen oder Konstruktionen zu erfinden, die noch heute funktionieren und in ihrer Aktualität überraschen.

In unserer Veranstaltungsreihe zum 500. Todestag Leonardo da Vincis wollen wir sein Wirken als Maler, Künstler, Anatom, Schriftsteller, Psychologe, Physiker, Mechaniker, Hydrologe, Ingenieur und Baumeister vorstellen und möchten damit das außergewöhnliche Lebenswerk Leonardos präsentieren.

Programm

Begrüßung 18.00 Uhr Prof. Dr. Wolfgang Löwer Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Vorträge

  • Leonardo da Vinci – der zeichnende Architekturtheoretiker
    Prof. Frank R. Werner, Wuppertal
  • Die anatomischen Zeichnungen des Leonardo: Kunst als Weg zu einem naturwissenschaftlichen Bild vom Menschen
    Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Zilles, Jülich
  • Leonardos Tempo: Zur Geschwindigkeit des Zeichners
    Dr. Johannes Nathan, Potsdam

Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltungen aufgezeichnet und fotografisch dokumentiert werden. Die Bilder können auch das Publikum zeige.

 

Zu den Vortragenden

Prof. Frank R. Werner, geboren 1944, studierte Malerei, Philosophie und Architektur in Mainz, Hannover und Stuttgart. 1988 wurde er von der Bergischen Universität Wuppertal als Professor an den Fachbereich Architektur berufen. 1991 wechselte er auf den neuen Lehrstuhl für Baugeschichte, Architekturtheorie und Designgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, bevor er 1993 den Ruf zum ordentlichen Universitäts-Professor und Leiter des neugeschaffenen Instituts für Architekturgeschichte und Architekturtheorie an der Bergischen Universität Wuppertal annahm. Im gleichen Jahr wurde er zum Geschäftsführer des Instituts für Umweltgestaltung der Hochschule ernannt.

Prof. Dr. Dr. Karl Zilles, geboren 1944, ist seit 2012 JARA Senior Professor an der RWTH und am Forschungszentrum Jülich. Nach Studium und Promotion in Frankfurt am Main, habilitierte er 1977 in Hannover und hatte anschließend eine Professur in Kiel inne. 1981 folge die Ernennung zum Direktor des Instituts für Anatomie der Universität zu Köln. Von 1991 bis 2012 war er Direktor des C. & O. Vogt-Instituts für Hirnforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und von 1998 bis 2012 Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am FZ Jülich.

Dr. Johannes Nathan ist Kunsthändler und seit 2016 Associate Scholar am Center for Art Market Studies der TU Berlin. Nach dem Studium der Kunstgeschichte in New York und London, promovierte er dort 1995 mit einer Dissertation zur künstlerischen Arbeitsweise von Leonardo da Vinci. 1996–2001 Lehrtätigkeit am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern. 2012 Mitbegründer des Forums Kunst und Markt an der TU Berlin und Beirat u. a. des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu Leonardo da Vinci (u. a. „Leonardo da Vinci. The Graphic Work“, Köln 2014 – mit Frank Zöllner), zur Kunst der italienischen Renaissance und zur Geschichte des Kunstmarkts und hatte Lehrtätigkeiten in Berlin (TU), Köln, Leipzig, Lissabon, New York (NYU) und Zürich. Als geschäftsführender Gesellschafter der Nathan Fine Art (Zürich / Potsdam) Spezialist für die Vermittlung von hochwertigen Kunstwerken der Neuzeit und der Moderne.