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15.04.2019, 16:00 Uhr

Künftige Struktur der Europäischen Union und des Wirtschaftsraums Europa

Die Europäische Union ist vom für selbstverständlich gehaltenen Erfolgsmodell zum Sorgenkind mutiert. Selbst ihr Bestand, jahrzehntelang nur auf Erweiterung gerichtet, ist fragil geworden. Der Brexit ist dafür das unübersehbare Zeichen; dass er Nachfolger findet, ist nicht ausgeschlossen. Was Stärke sein sollte, eine breit gefächerte Kompetenz, die den Bezugsrahmen des Wirtschaftlichen längst überschritten hat, wird von politischen Kräften in den Mitgliedstaaten als zentralistische Anmaßung dargestellt. Der Konsens über das Friedensprojekt und die Union als Wohlstandsquelle versteht sich nicht mehr von selbst. Populistische Kräfte sind mit den negativen Antworten rasch zur Hand. Aber auch abwägendes Nachdenken führt nicht mehr zwingend zu einem „Weiter-So“ im Sinne von mehr Europa.

Die Akademie eines Bundeslandes, für die die Sinnhaftigkeit einer starken Europäischen Union mit seiner Grenznachbarschaft zu den Benelux-Staaten nie in Frage gestanden hat, hält es deshalb geboten, die Zukunftsfragen zu thematisieren, die Wissenschaft mit ihren Einschätzungen zu Wort kommen zu lassen.

In unserer dritten Veranstaltung zu unserem Leitthema „Europa“ nehmen namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Institutionen und Politik Stellung und geben Denkanstöße zur „EU der Zukunft“.

 

Programm

Begrüßung

Prof. Dr. Wolfgang Löwer
Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

 

Vorträge

Die Macht der Geschichte. Historische Perspektiven auf die europäische Einigung
Prof. Dr. Dominik Geppert | Lehrstuhl für Geschichte des 19. / 20. Jahrhunderts, Universität Potsdam

 

Verfassungsperspektiven: Rechtsgemeinschaft, Rechtsstaatlichkeit und Werte der Union – Zur Rolle der Dritten Gewalt in Europa
Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas von Danwitz | Kammerpräsident, Gerichtshof der Europäischen Union, Luxemburg

 

Auf dem Weg in eine Fiskalunion: EU Haushalt mit eigener Steuerkompetenz, Harmonisierung oder Steuerwettbewerb?
Prof.’ in Dr. Johanna Hey | Direktorin des Instituts für Steuerrecht, Universität zu Köln

 

Perspektiven der Europäischen Union in Zeiten von Globalisierung und Populismus
Prof. Dr. Norbert Lammert | Bundestagspräsident a.D., Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., Berlin

 

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein.